Dubai hat mehr Sportsbars als die meisten europäischen Hauptstädte — und fast alle liegen in Hotels. Das ist kein Zufall, sondern die wichtigste Regel der Stadt: Alkohol wird nur in lizenzierten Betrieben ausgeschenkt, und lizenziert sind hier praktisch nur Hotels und Clubhäuser. Wenn du das einmal verstanden hast, wird die ganze Liste logisch.
Hier kommen die zehn besten Adressen, um in Dubai ein großes Spiel zu sehen — vom irischen Pub mit dreißig Bildschirmen bis zum Dachgarten mit Blick über Media City. Am Ende findest du außerdem die alkoholfreien Alternativen und alles Praktische für deinen Besuch.
Auf einen Blick
| Lokal | Stadtteil | Passt für |
|---|---|---|
| McGettigan's JLT | Jumeirah Lake Towers | Große Gruppen, laute Stimmung |
| The Huddle Sports Bar & Grill | Al Barsha | Klassische Sportsbar, günstig |
| Kickers Sports Bar | Dubai Sports City | Reine Fußballfans |
| The Irish Village | Garhoud | Draußen sitzen, Familien |
| The Underground Pub | Al Habtoor City | Kleine Runde, gemütlich |
| Fibber Magee's | Sheikh Zayed Road | Stammpublikum, echte Kneipe |
| Nezesaussi Grill | Downtown | Gutes Essen zum Spiel |
| Dhow & Anchor | Umm Suqeim | Blick aufs Burj Al Arab |
| Bridgewater Tavern | Business Bay | Modern, am Wasserkanal |
| Garden on 8 | Media City | Dachterrasse, laue Abende |
1. McGettigan's JLT
Der Klassiker unter Dubais Sportsbars. Über 30 Bildschirme, ein irischer Pub in Reinform und an Spieltagen eine Stimmung wie im Stadion. Wenn du mit einer größeren Gruppe kommst, ist das die sicherste Wahl der Stadt — reservier aber unbedingt vorher, bei großen Partien ist der Laden Stunden vorher voll.
2. The Huddle Sports Bar & Grill
Im Erdgeschoss des Citymax Hotel Al Barsha, direkt hinter der Mall of the Emirates. Viele Bildschirme, Pub-Essen, entspanntes Publikum und deutlich fairere Preise als in den Fünf-Sterne-Häusern. Täglich von 12 bis 3 Uhr geöffnet, also auch für späte Anstoßzeiten geeignet. Für Rugby und Cricket übrigens genauso gut.
3. Kickers Sports Bar
In Dubai Sports City, und der Name hält, was er verspricht. Bildschirme drinnen und draußen, sodass du kein Tor verpasst. Das Publikum ist hier am fußballverrücktesten und am wenigsten touristisch — wer echtes Mitfiebern sucht statt Hotelatmosphäre, fährt raus nach Sports City.
4. The Irish Village
Der Pub in Garhoud gehört zu den ältesten Adressen der Stadt und hat einen riesigen Außenbereich mit Teich. Zu großen Turnieren werden zusätzliche Großleinwände aufgebaut. Von November bis März ist der Garten die schönste Art, in Dubai Fußball zu schauen. Familienfreundlich und deutlich ruhiger als die JLT-Pubs.
5. The Underground Pub
Der Londoner-U-Bahn-Pub im Habtoor Grand Resort ist klein, dunkel und genau deshalb gut. Die Bildschirme hängen richtig, der Service ist schnell, und das Publikum ist überschaubar. Perfekt, wenn du das Spiel wirklich sehen willst und nicht die Party drumherum suchst.
6. Fibber Magee's
Versteckt hinter dem Saeed Tower an der Sheikh Zayed Road, kein Hotelglanz, dafür echtes Stammpublikum. Der Laden gilt als Dubais bestgehütetes Geheimnis und ist einer der wenigen Orte, an denen die Stimmung nicht inszeniert wirkt. Gutes Frühstück, ordentliches Bier, klare Sicht auf die Leinwand.
7. Nezesaussi Grill
Der Name mischt New Zealand, South Africa und Aussie — und genau so ist die Karte: Grillfleisch aus der Südhalbkugel, Biere von dort und Sport aus aller Welt auf den Bildschirmen. Im Manzil Downtown gelegen und die beste Adresse, wenn ihr vor dem Anpfiff richtig essen wollt.
8. Dhow & Anchor
Der britische Gastropub im Jumeirah Beach Hotel hat den besten Ausblick der Liste: das Burj Al Arab direkt vor der Terrasse. Etwas gehobener und teurer als der Rest, dafür stimmen Essen und Service. Eine gute Wahl, wenn ihr das Spiel mit einem schönen Abend verbinden wollt.
9. Bridgewater Tavern
Moderne Sportsbar am Dubai Water Canal, im JW Marriott Marquis. Viele Bildschirme, gutes Essen, entspanntes Publikum aus dem Business-Bay-Viertel. Der Außenbereich am Kanal ist in der kühlen Jahreszeit einer der angenehmsten Plätze der Stadt.
10. Garden on 8
Der Dachgarten im Media One Hotel in der Media City ist bekannt für seine lockere Stimmung und große Leinwände unter freiem Himmel. Von November bis April ist ein Abendspiel hier oben schwer zu schlagen. Im Hochsommer wird die Terrasse allerdings unangenehm — dann lieber drinnen bleiben.
Ohne Alkohol: die ehrlichere Dubai-Erfahrung
Du musst nicht in einen Hotelpub, um ein Spiel zu sehen. Viele Einheimische machen es ganz anders — und das ist oft der schönere Abend:
- Shisha-Cafés in Deira und Bur Dubai. Kleine Läden mit Fernseher, Karak-Tee für ein paar Dirham und einem Publikum, das jedes Tor lauter feiert als jede Sportsbar. Frag einfach nach "the match".
- Filli Café. Die Karak-Chai-Institution der Stadt mit vielen Filialen. Nichts Schickes, aber genau richtig für ein Spiel am späten Abend.
- Arabian Tea House in Al Fahidi. Tagsüber der beste Ort im alten Dubai für Frühstück und Tee, im schattigen Innenhof. Zu Spielen nicht immer eingerichtet, aber ein Pflichtstopp im Programm.
- Die großen Malls. Dubai Mall und Mall of the Emirates stellen bei wichtigen Partien Großleinwände auf. Kostet nichts, ist klimatisiert und funktioniert auch für Familien.
Was aus Barasti geworden ist
Falls du einen älteren Reiseführer hast: Barasti am Le Méridien Mina Seyahi hat im Juni 2026 nach 30 Jahren geschlossen — nicht endgültig, sondern für einen kompletten Umbau. Die Wiedereröffnung ist für 2027 angekündigt. Fahr also nicht umsonst raus an den Strand.
Praktisches für deinen Besuch
Zeitverschiebung. Dubai liegt bei UTC+4. Im deutschen Sommer sind das zwei Stunden vor, im Winter drei. Ein Spiel, das um 21:00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen wird, läuft hier also um 23:00 Uhr — im Winter um Mitternacht. Deshalb haben viele Bars bis 2 oder 3 Uhr geöffnet.
Alkohol. Ausschank nur in lizenzierten Betrieben, also fast immer Hotels, Clubs und einige eigenständige Bars mit Lizenz. Mindestalter ist 21 Jahre, und der Ausweis wird kontrolliert — nimm den Reisepass mit. In der Öffentlichkeit zu trinken oder betrunken aufzutreten ist verboten und wird ernst genommen. Vom Alkohol ans Steuer: null Toleranz, wirklich null.
Ramadan. Im Fastenmonat ändern sich Öffnungszeiten und Ausschank deutlich. Tagsüber wird in vielen Betrieben nichts serviert, abends nach Sonnenuntergang läuft dafür alles. Ruf vorher an.
Kleidung. In Bars und Hotels ist alles entspannt. In Malls, Souks und öffentlichen Bereichen gilt: Schultern und Knie bedeckt. Das kostet nichts und erspart unangenehme Blicke.
Reisezeit. Von Juni bis September liegen die Temperaturen bei 40 bis 45 °C, nachts kaum unter 33 °C. Terrassen und Dachbars sind dann unbenutzbar. Die gute Zeit ist November bis März.
Anreise vor Ort. Die Metro ist günstig und sauber, fährt aber nicht die ganze Nacht — für die Rückfahrt nach einem Spätspiel planst du besser Taxi oder Careem ein. Beides ist deutlich billiger als in Deutschland.
Bezahlen. Währung ist der Dirham (AED), etwa 4 AED für 1 €. Karten werden überall akzeptiert, deutsche Kreditkarten problemlos. Trinkgeld ist nicht Pflicht: In Restaurants stehen oft schon Service Charge und Tourism Fee auf der Rechnung. 10 bis 15 % gelten trotzdem als freundlich, für ein Getränk an der Bar reichen ein paar Dirham.
Vorher anrufen. Dubais Gastronomie wechselt schnell. Namen, Betreiber und Konzepte ändern sich, und einzelne Bars machen für Umbauten monatelang zu. Ein kurzer Anruf oder ein Blick auf Instagram am Tag davor spart dir die Enttäuschung.
Dubai ist eine der besten Städte der Welt, um Fußball zu schauen — man muss nur wissen, wo. Such dir ein Lokal aus der Liste, reservier bei großen Spielen vorher, plan die Zeitverschiebung ein und probier einmal die Variante mit Karak-Tee statt Bier. Die ist oft die, an die man sich später erinnert.