Kopenhagen ist die teuerste Fußballstadt Skandinaviens — und eine der gemütlichsten. Die Kurzfassung: O'Learys ist die größte Sportsbar der Stadt, Southern Cross und The Globe die zuverlässigsten Pubs für internationalen Fußball, The Old English Pub die mit der schönsten Terrasse, Pub & Sport die Adresse für reine Sportfans, Café Bopa und Café Guldhornene die entspannten Nachbarschaftsoptionen, Café Vivaldi die Wahl für Familien, Den Glade Gris und Leanowski die kleinen, lauten Bars für ein Spiel unter der Woche.

Ein Hinweis vorweg: Ein Bier kostet in Kopenhagen 55 bis 85 DKK, ein Burger 150 bis 220 DKK. Grob gerechnet sind 100 DKK etwa 13,50 €. Die Krone ist fest an den Euro gekoppelt, der Kurs schwankt also kaum.

1. O'Learys — die größte Leinwand der Stadt

Die skandinavische Sportsbar-Kette macht in Kopenhagen das, was sie überall macht: viele Bildschirme, laute Stimmung, amerikanisches Essen. Bei großen Spielen ist das die sicherste Wahl, weil hier wirklich jede Partie läuft und niemand schief guckt, wenn du mitgehst.

  • Am besten für: große Spiele, Gruppen, garantierte Übertragung
  • Ungefähr: 60–80 DKK für ein Bier, 180–250 DKK für Essen und Getränk
  • Tipp: Bei Finals und dänischen Länderspielen 60 bis 90 Minuten vorher da sein.

2. Southern Cross Pub — der Treffpunkt der Auswärtigen

Australisch-neuseeländischer Pub in der Løngangstræde, ein paar Schritte vom Rathausplatz. Hier sitzen Leute aus zwanzig Ländern nebeneinander, der Ton läuft oft auf Englisch, und niemand ist gegen dich, nur weil du eine andere Fahne trägst. Für deutsche Gäste die entspannteste Adresse der Liste.

3. The Globe Irish Pub — dunkles Holz, viele Bildschirme

Ein Klassiker in der Nørregade, wenige Minuten vom Nørreport-Bahnhof. Guinness vom Fass, Fish and Chips, Bildschirme über den Nischen. Der Laden ist eher lang als breit, deshalb lohnt es sich, vorne Platz zu nehmen.

4. The Old English Pub — Spiel gucken mit Blick auf die Straße

Auf der Vesterbrogade, nah am Tivoli. Innen englischer Pub mit dunklem Holz, draußen eine große Terrasse. An warmen Abenden ist das der schönste Platz der Stadt für ein Nachmittagsspiel.

  • Am besten für: warme Abende, Anstoß am frühen Abend
  • Tipp: Draußen hörst du weniger vom Kommentar. Wer den Ton braucht, setzt sich rein.

5. Pub & Sport — kompromisslos aufs Spiel ausgerichtet

Kein Design, keine Cocktailkarte, dafür Projektoren und Leute, die wirklich hinschauen. Wenn du ein Spiel sehen willst, das sonst niemand zeigt, fragst du hier am besten vorher kurz nach — meistens machen sie es möglich.

6. Café Vivaldi — die familienfreundliche Variante

Die dänische Café-Kette hat mehrere Filialen in der Innenstadt, große Räume und eine breite Karte von Pasta bis Pancakes. Bei Turnieren hängen große Fernseher im Raum. Gute Wahl, wenn Kinder mitkommen oder jemand einfach nur essen will.

7. Café Bopa — Nachbarschaftskneipe in Østerbro

Am Bopa Plads, außerhalb der Touristenwege. Entspannt, freundlich, viele Stammgäste. Hier schaust du das Spiel, statt es zu erleiden. Im Sommer stehen draußen lange Tische.

8. Café Guldhornene — laut, eng, günstig

Eine klassische dänische Eckkneipe: kleine Karte, viel Bier, ein Fernseher, der bei wichtigen Spielen die Hauptrolle spielt. Eine der wenigen Adressen in Kopenhagen, an denen du unter 60 DKK für ein Bier zahlst.

9. Den Glade Gris — die Bar für den späten Abend

Bekannt eher für Musik als für Fußball, aber bei großen Turnieren läuft das Spiel auch hier. Klein, laut, sehr dänisch. Wenn du nach dem Abpfiff weiterziehen willst, bist du hier schon am Ziel.

10. Leanowski — für ein Spiel unter der Woche

Unaufgeregte Bar, freundliches Personal, ein guter Bildschirm. Kein Ort für 200 Leute, aber genau richtig, wenn du zu zweit ein Achtelfinale schauen willst, ohne zu brüllen.

Praktisches für deinen Besuch

  • Anstoßzeiten sind identisch mit Deutschland. Dänemark liegt in derselben Zeitzone. Was in Berlin um 20:00 Uhr läuft, läuft in Kopenhagen um 20:00 Uhr.
  • Karte statt Bargeld. Viele Lokale nehmen überhaupt kein Bargeld mehr. Nimm eine Karte mit Visa- oder Mastercard-Logo mit; eine reine deutsche girocard ohne Co-Badge kann abgelehnt werden.
  • Trinkgeld ist nicht Pflicht. Der Service ist im Preis enthalten. Aufrunden reicht völlig, 5 bis 10 % gelten schon als großzügig.
  • Der Kommentar läuft auf Dänisch. Englischer Ton gibt es am ehesten im Southern Cross oder im O'Learys. Deutschen Kommentar wirst du nicht finden.
  • Anreise aus Deutschland. Von Hamburg fährt der Zug in rund fünf Stunden, Flüge aus fast jeder deutschen Großstadt dauern etwa 1 bis 1,5 Stunden. Vom Flughafen bist du mit der Metro in 15 Minuten in der Innenstadt.
  • Kurz nachfragen lohnt sich. Nicht jede Bar zeigt jedes Spiel. Ein Blick auf Facebook oder Instagram am Spieltag spart dir den Umweg.

Kopenhagen ist teuer, aber unkompliziert. Fang beim O'Learys an, weich bei Andrang auf Southern Cross oder The Globe aus, und geh im Sommer in den Old English Pub auf die Terrasse. Mehr Plan brauchst du nicht.