Amsterdam hat auf engstem Raum mehr internationale Sportsbars als jede andere Stadt der Benelux — und fast alle liegen so, dass du sie zu Fuß erreichst. Die Kurzfassung: Coco's Outback am Rembrandtplein ist die lauteste und größte Adresse, Satellite Sports Café am Leidseplein die klassische, O'Reilly's und Belushi's die zuverlässigsten Pubs nahe Dam, Rokin 85 die beste Küche, Regular & Jack die mit den besten Sichtachsen, Three Sisters die bequemste, Plan B die entspannte Adresse abseits der Touristenplätze, The Butcher Social Club die schickste in Noord und Susie's Saloon die kleine Grachtenkneipe.
Preise in Amsterdam: ein kleines Bier (vaasje, 0,25 l) kostet 3,50 bis 5,00 €, ein großes 6 bis 8 €, ein Burger 18 bis 24 €, eine Portion Bitterballen 8 bis 10 €.
1. Coco's Outback (Rembrandtplein) — die größte Menge, die lauteste Stimmung
Australischer Pub mitten am Rembrandtplein, über 20 Bildschirme und zwei große Beamer. Hier ist bei jedem wichtigen Spiel Betrieb, das Publikum ist international, und niemand schaut dich schief an, wenn du eine deutsche Fahne dabeihast.
- Am besten für: große Spiele, große Gruppen, garantierte Übertragung
- Ungefähr: 6–8 € für ein großes Bier, 25–35 € für Essen und Getränk
- Tipp: Bei Finals 60 bis 90 Minuten vorher da sein, sonst stehst du hinten.
2. Satellite Sports Café (Leidseplein) — die Institution
Seit Jahrzehnten die erste Adresse für internationalen Sport in Amsterdam. Bildschirme drinnen und draußen, berühmt für Spareribs à discrétion. Klein genug, dass es schnell voll ist, groß genug, dass die Stimmung trägt.
3. O'Reilly's Irish Pub (nahe Dam) — englischer Kommentar, dunkles Holz
Der klassische Irish Pub um die Ecke vom Dam: große Bildschirme, Guinness vom Fass, Fish and Chips. Der Ton läuft bei internationalen Spielen oft auf Englisch, was ihn für deutsche Gäste angenehmer macht als viele niederländische Cafés.
4. Rokin 85 (Rokin) — Gastropub mit über zehn Bildschirmen
Etwas gehobener als ein reiner Sportpub, mit ordentlicher Küche und Spieltagsangeboten. Gute Wahl, wenn ihr vor dem Anpfiff wirklich essen wollt und nicht nur Frittiertes.
5. Three Sisters (Rembrandtplein) — Ledersofas statt Stehtische
Großer, altmodisch eingerichteter Pub mit bequemen Sitzecken. Ruhiger als Coco's direkt gegenüber, aber genauso zuverlässig, was die Übertragung angeht. Perfekt, wenn ihr zwei Spiele hintereinander schaut.
6. Belushi's (nahe Dam) — jung, laut, international
Bar im Hostel-Komplex, entsprechend gemischtes Publikum aus aller Welt. Große HD-Bildschirme, günstige Getränke, Party nach Abpfiff. Nichts für einen ruhigen Abend, viel für Stimmung.
7. Plan B (Oud-West) — Billard in der Halbzeit
Poolhalle mit acht großen Bildschirmen, deutlich weniger Touristen als in der Innenstadt. Du schaust das Spiel, spielst in der Pause eine Partie und zahlst spürbar weniger als am Leidseplein.
8. The Butcher Social Club (Amsterdam Noord) — schick, groß, mit Fähre
Hinter dem Hauptbahnhof mit der kostenlosen Fähre in fünf Minuten erreichbar. Große Halle, gute Burger, Cocktails, riesige Leinwände bei wichtigen Spielen. Die stilvollste Adresse dieser Liste.
- Am besten für: einen Abend mit Essen, Gruppen ab sechs Personen
- Tipp: Die Fähren fahren die ganze Nacht und kosten nichts. Kein Grund, früher zu gehen.
9. Regular & Jack (Vijzelstraat) — von jedem Platz freie Sicht
Sportsbar, die genau dafür gebaut wurde: Bildschirme so verteilt, dass du wirklich überall siehst. Dazu Comfort Food, das zum Spieltag passt. Praktisch zentral, aber ohne den Rummel der großen Plätze.
10. Susie's Saloon (Oudezijds Voorburgwal) — die kleine Grachtenkneipe
Entspannte Bar an der Gracht, gemischtes Publikum aus Einheimischen und Gästen, mehrere Bildschirme und bei gutem Wetter eine kleine Terrasse. Der beste Ort dieser Liste für ein Gruppenspiel am Nachmittag.
Praktisches für deinen Besuch
- Anstoßzeiten wie zu Hause. Die Niederlande liegen in derselben Zeitzone wie Deutschland.
- Karte ist Pflicht. "Pin only" heißt: kein Bargeld, gar keins. Deine deutsche Karte braucht ein Visa- oder Mastercard-Logo — reine girocards ohne Co-Badge scheitern hier oft.
- Ein "Coffeeshop" ist kein Café. In Amsterdam verkauft ein Coffeeshop Cannabis. Fußball und Kaffee findest du im "café" oder "eetcafé".
- Die Küche schließt früh. In vielen Lokalen gibt es nach 21:30 Uhr nichts Warmes mehr. Vor einem späten Anpfiff also vorher essen.
- Der Kommentar läuft auf Niederländisch. Englischer Ton ist in den irischen und australischen Pubs üblich. Deutschen Ton wirst du nicht finden.
- Trinkgeld: aufrunden. 5 bis 10 % gelten als großzügig, mehr erwartet niemand.
- Anreise aus Deutschland. Der ICE aus Köln braucht rund 2 Stunden 40, aus Berlin gut 6 Stunden. Mit dem Auto kommst du über Venlo oder Emmerich — aber parke in einem P+R außerhalb, in der Innenstadt kostet ein Tag schnell über 50 €.
- Kurz nachschauen. Nicht jede Bar zeigt jedes Spiel. Ein Blick auf Instagram am Spieltag spart den Umweg.
Amsterdam macht es dir leicht: Rembrandtplein und Leidseplein liegen 15 Gehminuten auseinander, und dazwischen findest du ein halbes Dutzend guter Adressen. Fang bei Coco's Outback an, weich bei Andrang aufs Satellite oder O'Reilly's aus, und geh für einen ruhigeren Abend nach Oud-West oder Noord.