Zwei Küchen mit der gleichen Speisekarte, der gleichen Fläche und der gleichen Anzahl Köche können bei den Bonzeiten zwölf Minuten auseinanderliegen. Am Talent liegt das fast nie. Es liegt daran, wie die Küchenposten geschnitten sind.

Ein Posten ist ein Arbeitsbereich, der eine feste Gruppe Gerichte besitzt, dazu eigene Technik und eigenes Mise en Place. Die meisten Betriebe brauchen vier bis sieben davon: Gardemanger, Saucier, Entremetier, Rôtisseur, Pâtissier, Bar, Vorbereitung und Ausgabe. Die Regel dahinter ist simpel — ein Posten, ein Verantwortlicher, eine klare Liste, was ihn verlässt. Wenn ein Bon kommt, sollte niemand fragen müssen, wer das kocht.

Machst du das richtig, fühlt sich Service nicht mehr wie ein Kampf an. Machst du es falsch, stehen drei Köche am selben Kühlschrank, während Tisch 12 auf einen Salat wartet.

Was ein Küchenposten wirklich ist

Ein Posten ist kein Gerät. Es ist eine Aufgabe mit Grenzen.

Jeder echte Posten hat vier Dinge:

  1. Eine Gerichteliste — genau die Gerichte, die er rausgibt.
  2. Technik — seine Herdplatten, seine Grillfläche, seine Fritteusenkörbe, seine Kühlschubladen.
  3. Mise en Place — Pfannen, Saucen, Garnituren und Portionen für die ganze Schicht.
  4. Einen Verantwortlichen — ein Koch, jede Schicht, mit Namen.

Fehlt eines der vier, läuft der Posten aus. Ohne Gerichteliste fallen Gerichte zwischen zwei Leute. Ohne Namen ist der Posten sauber, wenn es passt, und dreckig, wenn es voll ist.

Das ist die alte französische Brigade, nur abgespeckt. Escoffier hat über 20 Positionen geführt. Dein Bistro mit 60 Plätzen braucht fünf. Gleiche Logik, kleinere Küche.

Das deutsche Postensystem auf einen Blick

In deutschen Küchen laufen die Posten bis heute unter ihren französischen Namen. Genau die sagen alle Köche im Betrieb — und genau die stehen auch in den Stellenanzeigen.

PostenWas er machtBonzeit
Rôtisseur / GrillpostenSteaks, Koteletts, Burger, Geflügel, gegrillter Fisch, Spieße6–14 Min.
SaucierSaucen, Fleisch à la minute, Pfannengerichte, Risotto, Ragouts5–12 Min.
EntremetierBeilagen, Gemüse, Kartoffeln, Suppen, Teigwaren4–10 Min.
PoissonnierFisch und Meeresfrüchte, Fischfonds (oft im Saucier mit drin)5–12 Min.
Friteuse / FrittierpostenPommes, Panade, Schnitzel, Croquetten, Calamari3–8 Min.
GardemangerKalte Küche: Salate, Vorspeisen, Dressings, Aufschnitt, Käse2–5 Min.
PâtissierTeige, Backwaren, Kuchen, Eis, Desserts am TellerVorproduktion
Bar / ThekeKaffee, Cocktails, Wein, Bier, alkoholfreie Getränke1–4 Min.
VorbereitungZerlegen, Portionieren, Fonds, Saucen, Gemüse putzenVor dem Service
Ausgabe (Pass)Bons lesen, Timing rufen, Teller prüfen, ÜbergabeGanzer Bon
SpüleGeschirr, Töpfe, Zuarbeit für alle PostenDurchgehend
Tournant / SpringerSpringt ein, wo es klemmt — kann jeden PostenWechselnd

Druck die Tabelle aus. Dann streich die Posten, die du nicht hast, und schreib hinter jeden übrigen einen Namen.

Wie viele Küchenposten brauchst du wirklich?

Hier bauen die meisten zu groß oder zu klein. Eine grobe Karte nach Betriebsgröße — inklusive Personal und dem, was der Posten pro Schicht kostet.

BetriebPostenKöche im ServicePersonalkosten pro Schicht (brutto)
Café, kleiner ImbissBar + ein warm/kalt kombinierter Posten1–2130–200 €
Fast Casual, 40 PlätzeFrittierposten, Grill, Gardemanger2–3200–320 €
Bistro mit vollem Service, 60–90 PlätzeRôtisseur, Saucier, Entremetier, Gardemanger, Bar4–5380–560 €
Voller Service, 100+ Plätzedazu eigene Vorbereitung, echte Ausgabe, Pâtissier getrennt6–8560–850 €
Gruppe mit mehreren Standortenüberall dieselben Postennamenje Standort—

Die Beträge sind Bruttolöhne ohne Arbeitgeberanteil. Rechne für die echte Kalkulation rund 21 % Sozialabgaben obendrauf, plus Urlaub und Krankheitstage.

Ein ehrlicher Test: Wenn ein Posten weniger als etwa 10 % deiner Bons rausgibt, ist es kein Posten. Es ist ein Regal. Häng ihn an den Nachbarn dran.

Kleine Küchen haben die härteste Version dieses Problems, und es zeigt sich meist in langsamen Bons statt in schlechtem Essen — mehr dazu hier: langsamer Service in der kleinen Küche.

Ausbildung und Ränge: der deutsche Weg an den Posten

Das ist der Teil, den englische Artikel komplett auslassen. In Deutschland ist die Küche ein Ausbildungsberuf, und die Posten sind die Stufen einer echten Leiter.

Die zwei Ausbildungswege (Stand 2026):

  • Koch / Köchin — 3 Jahre. Die klassische duale Ausbildung. Am Ende kannst du jeden Posten fahren, Speisekarten kalkulieren und Waren beurteilen.
  • Fachkraft für Küche — 2 Jahre. Seit 2022 der Nachfolger des alten Beikochs. Kürzer, praxisnäher, mit Schwerpunkt auf Vorbereitung und einfacher Warmküche. Wer will, hängt das dritte Jahr an und hat den vollen Kochabschluss.

Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Jahr und Tarif bei rund 900 bis 1.300 € im Monat. Wenn du ausbilden willst, brauchst du im Betrieb jemanden mit Ausbildereignung (AEVO) — die Prüfung läuft über die IHK und ist Pflicht, nicht Kür. Ohne AEVO-Schein darf dein Betrieb keinen Azubi einstellen.

Die Ränge an den Posten:

RangWas er bedeutet
Commis de CuisineJunger Koch nach der Ausbildung, arbeitet einem Posten zu
Demi Chef de PartieFährt einen Posten mit, aber noch nicht allein an Volllast
Chef de PartieVerantwortet einen Posten komplett, mit Namen
Tournant / SpringerKann alle Posten, springt ein — meist der erfahrenste im Team
Sous-ChefStellvertretung, Dienstplan, Bestellungen, steht oft an der Ausgabe
KüchenchefKarte, Kalkulation, Personal, HACCP-Verantwortung

Diese Leiter ist gleichzeitig dein Bindungsprogramm. Ein Commis, der weiß, dass nach dem Gardemanger der Entremetier kommt und danach der Saucier, bleibt. Einer, der zwei Jahre lang Salate macht, geht.

Was ein Posten 2026 kostet: Löhne und Arbeitszeit

Ein Posten ist erst dann geplant, wenn du weißt, was die Stunde daran kostet. Die Spannen für 2026, grob nach Region und Betriebsart:

Posten / RolleLohn 2026
Küchenhilfe, Spüle13,90–16 € pro Stunde
Vorbereitung14–17 € pro Stunde
Koch am Posten (Commis bis Chef de Partie)15–20 € pro Stunde
Sous-Chef36.000–46.000 € im Jahr
Küchenchef42.000–65.000 € im Jahr

Der Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 € und steigt zum 1.1.2027 auf 14,60 €. Das ist die Untergrenze für Spüle und Küchenhilfe — und sie zieht die ganze Lohntreppe nach oben. Wenn dein Küchenhilfe-Posten bei 14 € liegt, kannst du einem gelernten Koch schwer 15,50 € anbieten. Plane die Erhöhung schon im Budget für 2027 ein, nicht erst im Dezember.

Dazu kommt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG), und das planst du am besten direkt in die Postenbesetzung:

  • Pause 30 Minuten ab mehr als 6 Stunden Arbeit, 45 Minuten ab mehr als 9 Stunden. Die Pause muss vorher im Dienstplan stehen, sonst ist sie keine.
  • Ruhezeit 11 Stunden zwischen zwei Schichten. In der Gastronomie darf sie auf 10 Stunden verkürzt werden — aber nur, wenn du das innerhalb von vier Wochen ausgleichst.
  • Das berühmte "Doppel" — mittags Vorbereitung, abends Service — ist genau da der Knackpunkt. Wer um 0:30 Uhr die Spüle fertig hat, darf am nächsten Tag frühestens um 10:30 Uhr wieder anfangen.

Wer die Bezahlung pro Stufe durchrechnen will, findet hier mehr: Löhne von Koch bis Küchenchef.

Der Rôtisseur: der Grillposten

Der Grill gibt das Tempo vor. Er hat meist die längsten Garzeiten, also wartet der ganze Bon auf ihn.

Was er besitzt: Steaks, Burger, Koteletts, Geflügel, gegrillter Fisch, Gemüse, Spieße.

Sein Mise en Place: portionierte Ware in Schubladenreihenfolge (was am schnellsten geht, kommt nach oben), Öl, Salz-Pfeffer-Mischung, Butter zum Arrosieren, Ruheblech, Kerntemperaturfühler, Kräuterbutter, Garnituren.

So baust du ihn: Kühlschubladen direkt unter dem Grill, nie über den Gang. Heiße Zone auf einer Seite zum Anbraten, kühlere Zone zum Halten und Fertigziehen. Ruheplatz daneben — nicht auf dem Grill, nicht auf der Ausgabe.

Der typische Fehler: Der Grillkoch hetzt jedem Bon hinterher, statt eine Garreihenfolge zu bauen. Ein guter Rôtisseur liest die nächsten drei Bons, startet das Ribeye mit 14 Minuten, dann das Hähnchen mit 9, dann den Burger mit 6 — und alle drei landen gleichzeitig.

Eine Regel, die du durchsetzen solltest: Kerntemperaturen werden gemessen, nicht geraten. Ein einziges falsch gegartes Steak kostet dich den Teller, den Nachschlag und die Geduld des Tisches. Eine laminierte Temperaturliste am Posten schlägt jedes Gedächtnis, besonders bei neuen Leuten.

Saucier und Entremetier: die warme Mitte

Der Saucier ist in den meisten Küchen das schnellste Paar Hände. Er fährt mehrere Pfannen gleichzeitig und hat den kleinsten Spielraum für Fehler.

Was er besitzt: Saucen, Fleisch à la minute, gebratener Fisch, Ragouts, Risotto, alles, was in der Pfanne fertig wird.

So baust du ihn: Herdplatten vorne, Pfannenregal darüber oder direkt daneben in Armlänge, Saucen im Bain-Marie auf gleicher Höhe, Nudelwasser einen Schritt entfernt. Nichts, was 40-mal pro Schicht angefasst wird, darf weiter weg sein als eine Drehung.

Der typische Fehler: zu viele offene Pfannen. Wenn der Saucier sechs Pfannen fährt und drei davon für denselben Tisch sind, stirbt das Timing. Deckel drauf: Vier Pfannen gleichzeitig reichen für die meisten Karten.

Der Entremetier ist der Posten, den fast jeder englische Artikel vergisst — und in einer deutschen Küche ist er zentral. Er macht Beilagen, Gemüse, Kartoffeln, Knödel, Suppen und Teigwaren. Also genau die Hälfte jedes Tellers. Läuft der Entremetier nicht rund, wartet der Grill mit fertigem Fleisch auf Kartoffeln, und beides wird kalt.

In kleinen Küchen sitzen Saucier und Entremetier auf demselben Block. Dann brauchst du wenigstens eine klare Absprache, wer bei welchem Gericht ruft.

Der Frittierposten

Der schnellste Posten auf der Linie und der, der am häufigsten schlampig gefahren wird.

Was er besitzt: Pommes, Wings, Croquetten, Calamari, Tempura, panierte Schnitzel.

So baust du ihn: mindestens zwei Körbe, eine Abtropffläche mit Salz direkt daneben, dazu eine Wärmelampe. Korbdisziplin ist Pflicht — ein Korb für Kartoffeln, ein Korb für Paniertes und Fisch. Mischst du das, schmeckt am Ende alles nach Fisch.

Der typische Fehler: das Öl. Niemand will das Öl verantworten. Täglich filtern, jede Schicht die Farbe prüfen, das Wechseldatum notieren. Altes Öl macht jedes frittierte Gericht auf deiner Karte gleich, und die Gäste merken es lange vor dir.

Was das in Deutschland kostet (Stand 2026): eine ordentliche Doppelbecken-Tischfritteuse von Bartscher liegt bei 900 bis 2.200 €, ein Standgerät mit Filterung bei 3.500 bis 7.000 €. Frittierfett für einen gut gehenden Betrieb kostet 150 bis 400 € im Monat. Die Filterung lohnt sich, sie zahlt sich über die Ölstandzeit zurück.

Das Altfett darfst du nicht in den Restmüll und schon gar nicht in den Abguss. Es geht an einen zugelassenen Entsorger, meist gegen eine kleine Gebühr oder sogar mit Vergütung — und der Abholnachweis gehört zu deiner Dokumentation.

Gardemanger und Pâtissier: kalte Küche und Patisserie

Diese beiden gelten oft als Anfängerposten. Ein Irrtum, denn sie berühren den ersten und den letzten Teller — genau die zwei Gänge, an die sich Gäste erinnern.

Der Gardemanger besitzt: Salate, kalte Vorspeisen, Dressings, Aufschnitt und Charcuterie, Käseteller, das Anrichten von Desserts.

Der Pâtissier besitzt: Teige, Brot, Kuchen, Eis, Desserts am Teller.

Die Patisserie ist anders als jeder andere Posten, weil fast nichts davon während des Service passiert. Sie läuft auf eigener Zeitachse: rühren, gehen lassen, backen, kühlen, fest werden — Stunden oder Tage vorher. Deshalb braucht sie zwei Dinge, die ihr niemand gern gibt: eigene Kühlfläche und einen räumlich getrennten Tisch.

So baust du sie: Patisserie weg von der heißen Linie. Butter und Schokolade vertragen keine 32 °C an der Ausgabe. Wenn du keinen eigenen Raum hast, gib ihr die kühlste Ecke und die frühesten Stunden.

Der typische Fehler: Das Mise en Place der Patisserie wird von der Linie geplündert. Einer nimmt die Sahne, und die Panna Cotta fällt aus. Beschrifte die Patisserie-Regale und mach eine Regel daraus, die auch Konsequenzen hat.

Ein stiller Gewinn: Gardemanger und Patisserie lassen sich am besten vorbereiten. Genau hier holst du Servicezeit zurück. Wenn der Gardemanger um 17 Uhr komplett bestückt ist, staut sich bei den Vorspeisen nie etwas.

Hygiene je Posten: HACCP, DIN 10508 und die 14 Allergene

Jeder Posten hat seine eigenen Hygienepflichten, und die Kontrolle vom Lebensmittelüberwachungsamt fragt genau danach. Das ist kein Anhang — das gehört auf denselben Zettel wie die Gerichteliste.

Die Temperaturen nach DIN 10508, die an jedem Posten hängen sollten:

WasTemperatur
Warmhalten (Bain-Marie, Wärmelampe, Buffet)mindestens 65 °C
Kühlung (Kühltisch, Kühlraum, leicht verderbliche Ware)höchstens 7 °C
Tiefkühlung−18 °C
Wiedererhitzen72 °C für mindestens 2 Minuten im Kern

Diese Werte misst du nicht nur, du dokumentierst sie. Zweimal am Tag pro Kühlgerät, mit Datum und Kürzel. Das ist die Eigenkontrolle nach deinem HACCP-Konzept — und das erste, was die Kontrolle sehen will.

Was an welchem Posten kritisch ist:

  • Gardemanger ist der heikelste Punkt im ganzen Betrieb. Hier wird rohe Ware angefasst und danach kommt nichts mehr, was Keime abtötet. Kein Erhitzen, kein Sicherheitsnetz. Getrennte Schneidebretter sind hier Pflicht, kein Vorschlag: rot für rohes Fleisch, blau für Fisch, gelb für Geflügel, grün für Obst und Gemüse, weiß für Backwaren und Milchprodukte, braun für gegarte Ware. Und ein eigenes Messer dazu, nicht dasselbe schnell abgewischt.
  • Rôtisseur und Frittierposten brauchen die Kerntemperatur. Geflügel durch, Hackfleischgerichte durch, alles dokumentiert bei Zweifeln.
  • Pâtissier arbeitet mit rohem Ei, Sahne und Creme — die kritischste Ware, die es gibt. Rohe Ware nie im selben Kühlschrank wie rohes Fleisch. Das ist gleichzeitig ein Hygienefehler und ein Geschmacksfehler.
  • Vorbereitung ist der Ort, an dem Kreuzkontamination entsteht, weil dort alles gleichzeitig auf dem Tisch liegt. Zeitlich trennen, wenn du räumlich nicht kannst: erst Gemüse, dann Fisch, dann Fleisch, dazwischen reinigen.

Die 14 Allergene nach Anhang II LMIV muss jeder Posten kennen, nicht nur der Küchenchef: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen, Weichtiere. Senf, Sellerie und Sulfite sind die drei, die in Deutschland ständig übersehen werden — sie stecken in Dressings, Fonds und Trockenware, also mitten im Mise en Place vom Gardemanger und Saucier.

Für lose Ware darfst du nach der LMIDV auch mündlich Auskunft geben. Dann brauchst du aber eine schriftliche Dokumentation in der Küche und einen gut sichtbaren Hinweis auf der Speisekarte. Die komplette Vorgehensweise am Tisch steht hier: was tun, wenn ein Gast eine Allergie meldet.

Alle im Team brauchen außerdem die Belehrung nach § 43 IfSG vom Gesundheitsamt vor dem ersten Arbeitstag (rund 20–35 €), danach alle zwei Jahre eine interne Folgebelehrung. Das gilt auch für Aushilfen und Azubis.

Sicherheit und Technik: BGN, ASR und die Pflichten am Bau

In Deutschland ist nicht die OSHA zuständig, sondern die BGN — Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Die Mitgliedschaft ist Pflicht, die Anmeldung muss innerhalb einer Woche nach Betriebsstart raus, und die BGN ist auch die Stelle, die dir zu Küchensicherheit konkret hilft.

Was du beim Grundriss beachten musst, regelt die Arbeitsstättenverordnung mit den Technischen Regeln (ASR):

  • Verkehrswege in der Küche: mindestens 0,875 m. Das ist die Untergrenze, nicht das Ziel. Wo zwei Leute aneinander vorbei müssen, plan lieber 1,20 m.
  • Fluchtwege bleiben frei — immer, auch bei der Warenlieferung. Kennzeichnung nach ASR A2.3.
  • Ab etwa 200 Gästen greift meist die Versammlungsstättenverordnung deines Bundeslands, inklusive Bestuhlungsplan.
  • Die Nutzungsänderung beim Bauamt ist bei jedem Umbau der echte Zeitfresser. Fang damit an, nicht damit auf.

Genaue Maße prüfst du immer beim Bauamt und bei der BGN gegen — die Auslegung schwankt zwischen den Bundesländern und sogar zwischen Kommunen.

Laufende Pflichten, die kein amerikanischer Artikel kennt:

  • Fettabscheider nach DIN 4040 — Pflicht, sobald du eine Küche mit Fett betreibst. Entleerung 150 bis 400 € pro Termin, je nach Größe und Intervall.
  • Abluft- und Haubenreinigung 300 bis 800 € pro Durchgang, meist ein- bis zweimal im Jahr. Der Nachweis interessiert auch deine Versicherung nach einem Brand.
  • GEMA 30 bis 120 € im Monat, wenn Musik läuft — auch in der Küche.
  • LUCID-Registrierung, sobald du Verpackungen rausgibst.

Was die Ausstattung je Posten kostet

Preise für den deutschen Markt 2026, netto. Bezogen über Metro, Transgourmet, Chefs Culinar oder online über Gastro-Hero. Die Marken, die du hier tatsächlich bekommst und für die es Servicetechniker gibt, sind Rational, Bartscher, Winterhalter, Hobart, MEIKO und Blanco.

GerätPostenPreis netto
Kombidämpfer (Rational und Co.)Rôtisseur, Entremetier, Pâtissier6.000–18.000 €
Induktionsherd, 4 ZonenSaucier, Entremetier1.500–5.000 €
Kühltisch mit Schubladenjeder warme Posten, Gardemanger1.200–3.000 €
SalamanderRôtisseur, Ausgabe800–2.500 €
DoppelfritteuseFrittierposten900–2.200 € (Tisch), 3.500–7.000 € (Stand)
AufschnittmaschineGardemanger600–2.000 €
Untertisch-Spülmaschine (Winterhalter, MEIKO, Hobart)Bar, Spüle1.500–3.500 €
HaubenspülmaschineSpüle4.500–9.000 €
Dunstabzugshaube mit Motorganze heiße Linie2.000–6.000 €
Planetenrührmaschine 20 lPâtissier1.500–4.000 €
GärschrankPâtissier1.200–3.500 €

Zwei Dinge, die im Budget gern fehlen: die Montage und der Anschluss (Starkstrom, Wasser, Abluft) kosten oft nochmal 15 bis 25 % vom Gerätepreis, und ein Wartungsvertrag für Kombidämpfer und Spültechnik liegt bei 300 bis 900 € im Jahr pro Gerät. Ohne den wartest du an einem Samstagabend drei Tage auf einen Techniker.

Gebraucht kaufen lohnt sich bei Edelstahltischen, Regalen und Kühlschränken. Bei Kombidämpfern und Spülmaschinen lohnt es sich selten — da kaufst du die Reparaturhistorie gleich mit.

Der Bar-Posten

Die Bar ist ein Küchenposten, der zufällig Getränke macht. Behandelst du sie so, hört sie auf, ein Rätsel zu sein.

Was sie besitzt: Kaffee, Cocktails, Wein, Bier, alkoholfreie Getränke, oft auch Desserts zum Mitnehmen.

So baust du sie: Speedrail mit deinen acht meistverkauften Flaschen, Eis in Reichweite, Gläser darüber, Garniturbehälter geschlossen und gekühlt, dazu ein eigenes Handwaschbecken. Kaffee bekommt eine eigene Zone — ein Barista und ein Cocktailshaker, die sich um einen Meter Theke streiten, sind ein Streit pro Abend.

Der typische Fehler: Getränke kommen nach dem Essen. Getränke sollten innerhalb von 4 Minuten nach der Bestellung am Tisch stehen, immer vor der Vorspeise. Wenn nicht, kippt das Gefühl des ganzen Abends, auch wenn das Essen perfekt ist.

Diese eine Zahl solltest du kennen: wie viele Bons in deinen stärksten 30 Minuten auf die Bar laufen. Über 25 reicht ein Barkeeper nicht, und daran ändert kein Tempo etwas.

Zwei deutsche Extras an der Bar: Offene Getränke brauchen geeichte Schankgefäße, und die Füllmenge muss auf der Karte stehen (0,3 l / 0,5 l). Und seit dem 1.1.2026 sind Getränke immer 19 % Umsatzsteuer, während Speisen in jedem Kanal bei 7 % liegen. Der einzige Sonderfall: Milchmischgetränke ab 75 % Milchanteil sind außer Haus 7 %, im Haus 19 % — der Latte-to-go-Fall. Wenn deine Bar Menüs oder Kombiangebote verkauft, muss die Kasse den Preis in Speisen- und Getränkeanteil aufteilen.

Der Vorbereitungsposten

Vorbereitung ist unglamourös und entscheidet trotzdem, ob der Service läuft. Jede Minute, die du vor 17 Uhr sparst, kaufst du dir zweimal im Ansturm zurück.

Was er besitzt: Zerlegen, Portionieren, Fonds, Saucen, Grundteige, gewaschenes und geschnittenes Gemüse, Batch Cooking.

So baust du ihn: ein Posten weg von der Ausgabe, mit eigenen Brettfarben, Waage, Vakuumierer, wenn vorhanden, und Etiketten. Etiketten sind nicht optional — Produkt, Datum, Kürzel auf allem, in dieser Reihenfolge. Das ist Hygienevorschrift und Tempo-Regel in einem.

Arbeite mit einer Vorbereitungsliste, nicht aus dem Kopf. Die Liste schreibt der Küchenchef am Abend vorher, auf Basis der Reservierungen für morgen und dem, was knapp wird. Danach wird abgehakt, nicht geschätzt.

Der typische Fehler: auf eine feste Tagesmenge vorbereiten statt auf die Nachfrage. Zu viel ist Abfall, zu wenig ist Hektik mitten im Service. Beides kostet Geld. Zieh wöchentlich deine Verkaufsauswertung und bereite nach den letzten zwei Wochen echter Verkäufe vor — die Rechnung dazu steht hier: Tellerkosten berechnen und 5 einfache Wege, Lebensmittelabfall zu reduzieren.

Die Ausgabe: der Posten, den alle weglassen

An der Ausgabe (dem Pass) steht eine Person, liest die Bons, ruft das Timing und prüft jeden Teller, bevor er rausgeht. In kleinen Küchen ist das der Küchenchef. In vollen Küchen ist es eine eigene Stelle.

Was die Ausgabe macht:

  • Liest den Bon laut vor und lässt ihn bestätigen.
  • Ruft die Anfeuerzeit, damit Rôtisseur und Saucier gleichzeitig fertig sind.
  • Prüft den Teller: richtiges Gericht, richtige Temperatur, richtiger Tisch, Allergenhinweis beachtet.
  • Übergibt an den Läufer mit einer Tischnummer, nicht mit einer Vermutung.

Lass die Ausgabe weg, und du bekommst das Klassiker-Chaos: drei Komponenten fertig, eine noch im Ofen, alles wird unter der Lampe kalt. Die billigste Verbesserung der Bonzeit ist in den meisten Küchen kein neuer Ofen. Es ist eine Person, der die Ausgabe gehört.

Die Ausgabe fängt auch das ab, was am teuersten wird, wenn es durchrutscht: den Allergenhinweis. Egal welches System du nutzt — der Hinweis muss von der Bestellung bis an den Pass mitlaufen und darf nicht nur im Kopf des Kellners existieren.

Bons auf den richtigen Posten routen

Hier bricht es leise bei vielen sonst gut geführten Küchen. Die Posten sind klar, die Bons nicht.

Jedes Gericht auf deiner Speisekarte braucht genau einen Heimatposten. Nicht "meistens der Grill". Einen. Am saubersten geht das über die Kategorien der Karte:

  • Vorspeisen und Salate → Gardemanger
  • Burger, Steaks, Spieße → Rôtisseur
  • Pasta, Risotto, Pfannengerichte → Saucier
  • Beilagen, Gemüse, Suppen → Entremetier
  • Frittiertes → Frittierposten
  • Desserts → Pâtissier
  • Getränke und Kaffee → Bar

Dann die unangenehmen Fälle. Ein Caesar Salad mit gegrilltem Hähnchen hat warmes Fleisch auf kaltem Salat. Bestimm einen Besitzer — meist der Gardemanger, während der Rôtisseur das Fleisch auf Zuruf macht — und schreib es auf. Unklarheit ist der Grund, warum ein Gericht doppelt gemacht wird oder gar nicht.

Moderne Systeme lassen dich jede Kartenkategorie einem Posten zuordnen, damit die Bons ohne Sortieren am richtigen Platz landen. Wenn du nach Kategorie routest, halt die Kategorien eng: Eine riesige Kategorie "Hauptgerichte", die drei Posten betrifft, macht den ganzen Zweck kaputt. Teile sie in Vom Grill, Pasta und Schüsseln — dann löst sich das Routing von selbst. Die Gäste lesen die Karte nebenbei auch besser.

Für Gruppen mit mehreren Standorten: identische Postennamen und identische Zuordnung von Kategorie zu Posten in jedem Haus. Das ist der Unterschied, ob ein Koch eine Aushilfsschicht am anderen Ende der Stadt in 10 Minuten versteht oder eine ganze Schicht lang sucht.

Regeln für den Postenaufbau, die echte Minuten sparen

Sechs Regeln, die in fast jeder Küche gelten:

  1. Alles in einer Drehung. Wenn ein Koch für etwas, das er 30-mal pro Schicht anfasst, einen Schritt macht, sind das 30 Wege umsonst. Beweg das Ding, nicht den Koch.
  2. Kalt unten, heiß vorne, trocken oben. Gleiche Logik auf jedem Posten, dann kann jeder Koch jeden Posten fahren.
  3. Keine sich kreuzenden Wege. Läufer gehen in eine Richtung, Köche in die andere. Zusammenstöße sind kaputte Teller — und ein Thema für die BGN.
  4. Ein Handwaschbecken pro Zone. Nicht eins pro Küche. Händewaschen, das unbequem ist, passiert nicht.
  5. Alles beschriften, ohne Ausnahme. Produkt, Datum, Kürzel.
  6. Die Ausgabe gehört der Ausgabe. Kein Lager, keine Ablage, kein Platz für den Saucentopf.

Checklisten zum Öffnen und Schließen

Ein Posten ohne Checkliste läuft auf dem Gedächtnis von dem, der gerade da ist. Halte sie kurz genug, dass sie wirklich abgearbeitet werden.

Rôtisseur, Start: Grill abgezogen und aufgeheizt, Schubladen bestückt und datiert, Öl und Butter bereit, Fühler kalibriert, Ruhebleche raus, Abfalleimer ausgekleidet.

Saucier, Start: Platten getestet, Pfannen im Regal, Saucen im Bain-Marie auf Temperatur, Nudelwasser an, Zangen und Löffel am Platz.

Entremetier, Start: Beilagen blanchiert, Suppen auf 65 °C, Kartoffeln vorgegart, Gemüse portioniert.

Frittierposten, Start: Ölstand und Farbe geprüft, Temperatur bestätigt, Körbe sauber und getrennt, Salz aufgefüllt, Wärmelampe an.

Gardemanger, Start: Dressings gemacht und datiert, Salat gewaschen, Garnituren geschnitten, Teller gekühlt, Portionierer am Platz, Bretter nach Farbe sortiert.

Pâtissier, Start: Teige aus der Kühlung oder in der Gare, Desserts auf Sollmenge angerichtet, Eis temperiert, Schokoladenarbeit in der kühlen Ecke.

Bar, Start: Speedrail gefüllt, Eisbehälter voll, Garnituren frisch, Kaffeemaschine gespült und eingestellt, Gläser poliert, geeichte Gefäße auf Vollständigkeit geprüft.

Jeder Posten, Ende: alles abdecken, datieren, beschriften; abwischen und entfetten; die Vorbereitungsliste für morgen schreiben; Kühltemperaturen ins Protokoll eintragen; alles, was knapp oder kaputt ist, vor dem Gehen melden, nicht am nächsten Morgen.

Die Temperaturliste am Ende der Schicht ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe bei der Kontrolle stolpern. Zwei Zahlen pro Kühlgerät, mit Kürzel. Das dauert 30 Sekunden und rettet dich bei der nächsten Begehung.

Posten besetzen, ohne zu raten

Posten funktionieren nur, wenn der Dienstplan dazu passt. Zwei Gewohnheiten:

Plane nach der Bonkurve, nicht nach der Uhr. Zieh die Bestellungen des letzten Monats nach Stunde. Wenn der Freitag von 20 Bons um 18 Uhr auf 55 um 20 Uhr geht, brauchen Rôtisseur und Saucier ab 19:15 Uhr eine zweite Hand, nicht ab 20 Uhr.

Bilde in fester Reihenfolge weiter. Jeder Koch besitzt einen Posten und deckt einen zweiten ab. Die übliche Leiter: Vorbereitung → Gardemanger → Frittierposten → Entremetier → Saucier → Rôtisseur. Das gibt dir Vertretung bei Krankheit und den Leuten einen sichtbaren Weg — und genau deshalb bleiben sie.

Denk beim Dienstplan die Ruhezeit gleich mit: 11 Stunden zwischen den Schichten, in der Gastronomie 10, wenn du innerhalb von vier Wochen ausgleichst. Ein Plan, der das ignoriert, ist kein Plan, sondern ein Bußgeldrisiko. Mehr dazu hier: Dienstplanung in der Gastronomie.

Fehler, die Postensysteme zerlegen

  • Zu viele Posten für das Team. Fünf Posten und drei Köche heißt: Niemandem gehört etwas.
  • Ein Posten ohne Namen. "Wer gerade Zeit hat" ist kein Verantwortlicher.
  • Vorbereitung am selben Tisch wie der Service. Kreuzkontamination plus verstopfter Gang.
  • Patisserie teilt sich den Kühlschrank mit rohem Fleisch. Hygienefehler und Geschmacksfehler in einem.
  • Keine Ausgabe. Teller gehen kalt und unvollständig raus, und alle schieben es auf die Köche.
  • Gerichte mit zwei Heimatposten. Entweder doppelt gemacht oder vergessen. Nie dazwischen.
  • Neue Gerichte auf die Karte setzen, ohne zu fragen, welcher Posten sie macht. Der häufigste Weg, wie eine gute Linie langsam zum Stillstand kommt. Jedes neue Gericht braucht einen Posten, bevor es ein Foto braucht.
  • Die Temperaturdokumentation liegenlassen. Kostet dich bei der Kontrolle mehr als jeder langsame Bon.

FAQ

Welche Küchenposten gibt es in einer Gastroküche? Gardemanger (kalte Küche), Saucier (Saucen und Fleisch), Entremetier (Beilagen, Gemüse, Suppen), Rôtisseur (Grill), Poissonnier (Fisch), Friteuse, Pâtissier (Desserts und Backwaren), dazu Bar, Vorbereitung, Ausgabe und Spüle. Die meisten Betriebe fahren vier bis sieben davon. Die klassische Brigade hatte mehr, moderne Küchen fassen Posten zusammen.

Was macht der Gardemanger? Der Gardemanger ist die kalte Küche: Salate, kalte Vorspeisen, Dressings, Aufschnitt, Käseteller und das Anrichten von Desserts. Hygienisch ist er der kritischste Posten, weil nach ihm kein Erhitzungsschritt mehr kommt — getrennte Schneidebretter und eigene Messer sind dort Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen Saucier und Entremetier? Der Saucier macht Saucen, Fleisch à la minute und alles, was in der Pfanne fertig wird. Der Entremetier macht Beilagen, Gemüse, Kartoffeln, Suppen und Teigwaren. In kleinen Küchen sitzen beide auf demselben Block.

Wie viele Posten braucht eine kleine Küche? Meist zwei oder drei. Ein Café kommt mit Bar plus einem kombinierten warm/kalt-Posten aus. Ein Laden mit 40 Plätzen läuft gut mit Grill, Frittierposten und Gardemanger. Posten ohne zusätzliche Köche machen den Service langsamer, nicht schneller.

Was verdient ein Koch am Posten 2026? Ein Koch liegt bei 15 bis 20 € pro Stunde, Vorbereitung bei 14 bis 17 €, Küchenhilfe und Spüle bei 13,90 bis 16 €. Der Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € und steigt zum 1.1.2027 auf 14,60 €. Ein Sous-Chef verdient 36.000 bis 46.000 € im Jahr, ein Küchenchef 42.000 bis 65.000 €.

Welche Ausbildung braucht man für die Küche? Koch/Köchin dauert 3 Jahre, Fachkraft für Küche 2 Jahre. Die Ausbildungsvergütung liegt bei rund 900 bis 1.300 € im Monat. Der Betrieb braucht dafür jemanden mit Ausbildereignung (AEVO), sonst darf er nicht ausbilden.

Welche Temperaturen gelten in der Küche? Nach DIN 10508: warmhalten mindestens 65 °C, kühlen höchstens 7 °C, Tiefkühlung −18 °C, wiedererhitzen 72 °C für mindestens 2 Minuten. Diese Werte gehören dokumentiert — das ist Teil deiner HACCP-Eigenkontrolle.

Ist die Bar ein Küchenposten? Betrieblich ja. Sie hat eine eigene Gerichteliste, eigene Technik, eigenes Mise en Place und einen Verantwortlichen, und sie bekommt Bons wie jeder andere Posten. Getränke sollten innerhalb von etwa 4 Minuten am Tisch stehen, immer vor der Vorspeise.

Wie entscheide ich, welcher Posten welches Gericht macht? Gib jedem Gericht genau einen Heimatposten, am besten über die Kategorie der Speisekarte. Bei geteilten Gerichten wie einem Salat mit gegrilltem Hähnchen bestimmst du einen Besitzer und lässt den anderen Posten die Komponente auf Zuruf machen. Schreib die Zuordnung auf und häng sie sichtbar auf.

Was macht die Ausgabe in der Küche? An der Ausgabe liest eine Person die Bons laut vor, ruft das Timing, damit alle Teller gleichzeitig fertig sind, prüft jeden Teller gegen die Bestellung und die Allergenhinweise und übergibt an den Läufer. In kleinen Küchen macht das der Küchenchef.


Du brauchst keine größere Küche, um eine schnellere zu fahren. Du brauchst Grenzen — vier bis sieben Posten, jeder mit einer schriftlichen Gerichteliste, eigenem Mise en Place und einem Namen dahinter.

Mach das vor deinem nächsten Service: Schreib deine Postenliste auf Papier, ordne jedes einzelne Gericht genau einem Posten zu und finde die Gerichte, die keinen klaren Platz haben. Diese paar unangenehmen Gerichte verursachen mehr von deinen langsamen Bons als alles andere im Haus.