Rund 200.000 Menschen mit polnischem Pass leben in den Niederlanden — die größte Gruppe aus einem anderen EU-Land. Das schmeckt man auch in Amsterdam: polnische Supermärkte mit eigener Feinkosttheke, wandernde Pierogi-Küchen und Cafés im Krakauer Stil. Wir haben echte Gästebewertungen ausgewertet und die fünf Adressen herausgesucht, die 2026 wirklich liefern.

Kurzfassung: Die besten polnischen Restaurants in Amsterdam für 2026 sind Kazik in Oud-West, Cafe Piazza am Nieuwmarkt, das wandernde Pierogi-Pop-up Mizeria, die Feinkosttheken von Sklep Polski und Costa sowie die Taverne Restauracja u Górala kurz vor der Stadt. Von der schnellen Zapiekanka bis zum riesigen Schnitzelteller ist alles dabei.

Auf einen Blick

AdresseKüchePreisPasst für
KazikCafé, Zapiekanki5–10 €Entspannter Mittag
Cafe PiazzaItalienisch plus Pierogi-Wochenenden12–20 €Gemütlicher Abend
MizeriaPop-up, Pierogi9–14 € pro PortionMarkt- und Festivaltage
Sklep Polski & CostaSupermarkt, Feinkostab ca. 4 €Selber kochen, Mitnehmen
Restauracja u GóralaTaverne, Grill18–28 € HauptgangGroßer Hunger, Tagesausflug

Polnische Restaurants in Amsterdam: was du bestellen solltest

Die Namen auf der Karte sind fast immer polnisch. Diese sieben solltest du kennen:

  • Pierogi — gefüllte Teigtaschen. Klassisch mit Kartoffel und Quark (ruskie), mit Fleisch oder mit Pilzen. Gekocht oder in Butter gebraten.
  • Zapiekanka — ein längs aufgeschnittenes Baguette, mit Champignons und Käse überbacken, dazu Ketchup oder Knoblauchsauce. Polens Streetfood-Klassiker.
  • Żurek — saure Suppe aus Roggensauerteig, mit Wurst und Ei. Beim ersten Löffel ungewohnt, beim zweiten großartig.
  • Bigos — geschmorter Krauteintopf mit Fleisch. Das Wintergericht schlechthin.
  • Kotlet schabowy — paniertes Schweineschnitzel, oft so groß wie der Teller.
  • Sernik — polnischer Käsekuchen aus Twaróg (Quark). Fester und weniger süß als der deutsche.
  • Kiełbasa — polnische Wurst, geräuchert oder frisch zum Braten.

1. Kazik: Krakauer Café-Gefühl in Oud-West

An der Bilderdijkstraat in Amsterdam-West holt Kazik die Stimmung des Krakauer Viertels Kazimierz in die Stadt. Berühmt ist das Café für seine Zapiekanki, überbacken mit Champignons, geschmolzenem Käse und Knoblauchsauce. Dazu warmes Licht, viel Holz und traditionelle polnische Keramik an den Wänden. Perfekt für einen ruhigen Mittag oder ein Stück Kuchen am Nachmittag.

Was Gäste sagen:

  • "Die Zapiekanki sind großartig und schmecken genau wie die in Krakau. Das Café hat diese gemütliche Wohnzimmerstimmung mit wunderschöner polnischer Keramik."
  • "Ein toller Ort für einen Kaffee und ein Stück hausgemachten Käsekuchen. Es gibt sogar richtig gute vegane Versionen der traditionellen Gerichte!"

2. Cafe Piazza: die legendären Pierogi-Wochenenden

Versteckt im historischen Nieuwmarkt-Viertel ist Cafe Piazza eigentlich ein gemütliches italienisches Restaurant. Bei polnischen Foodies in Amsterdam hat es trotzdem einen festen Platz: Die Wirtsleute veranstalten regelmäßig polnische Food-Abende und setzen handgemachte Pierogi als Wochenend-Special auf die Karte. Italienische Gastfreundschaft trifft osteuropäisches Soulfood — das passt besser zusammen, als es klingt.

Was Gäste sagen:

  • "Wir sind extra wegen des polnischen Pierogi-Wochenendes gekommen, und die Teigtaschen waren fantastisch. Ein sehr gemütlicher, herzlicher Laden."
  • "Die Pierogi ruskie sind handgemacht und schmecken wie bei meiner Oma. Das Personal ist freundlich und immer zugewandt."

3. Mizeria: das wandernde Pierogi-Pop-up

Wenn du die besten handgemachten Teigtaschen der Stadt willst, musst du Mizeria erst einmal finden. Die polnische Pop-up-Küche zieht über Amsterdams Märkte und Foodfestivals. Auf den Teller kommen frische, dampfende Pierogi mit Kartoffel-Käse- oder Fleischfüllung, obendrauf jede Menge karamellisierte Zwiebeln. Dazu ein Becher heiße Rote-Bete-Suppe (Barszcz).

Geheimtipp: Die Standorte wechseln ständig. Folg Mizeria in den sozialen Netzwerken, bevor du losläufst.

Was Gäste sagen:

  • "Ohne Frage die besten Pierogi in Amsterdam. Du musst ihnen in den sozialen Netzwerken folgen, um zu sehen, wo sie als Nächstes stehen — aber es lohnt sich absolut!"
  • "Hervorragendes hausgemachtes polnisches Essen. Die Teigtaschen sind butterweich, und der traditionelle Sernik war das perfekte Dessert."

4. Sklep Polski & Costa: Feinkost zum Mitnehmen

Wer sich zu Hause ein polnisches Festessen machen möchte, kommt an Amsterdams polnischen Supermärkten nicht vorbei. Sklep Polski an der Van Woustraat in De Pijp und Costa in Amsterdam-Noord haben starke Feinkosttheken. Hier bekommst du frisches Gebäck, importierte Kiełbasa und handgemachte Pierogi zum Aufwärmen — direkt von Leuten, die dir gern verraten, wie du sie richtig zubereitest.

Was Gäste sagen:

  • "Die Feinkosttheke hier ist fantastisch. Ich kaufe immer frische Pierogi und polnische Wurst zum Kochen für zu Hause. Ein echtes Stück Polen in De Pijp."
  • "Große Auswahl an polnischen Lebensmitteln zu sehr fairen Preisen. Das Personal ist immer freundlich und hilft dir, genau das zu finden, was du suchst."

5. Restauracja u Górala: Tavernenabend vor der Stadt

Restauracja u Górala liegt ein Stück südwestlich von Amsterdam in Noordwijkerhout, mitten in der Tulpenregion. Es ist die einzige echte polnische Taverne in Reichweite: gebaut wie eine rustikale Berghütte aus dem Süden Polens, viel dunkles Holz, laute Musik am Wochenende. Serviert werden riesige Portionen — knuspriger Kotlet schabowy, saurer Żurek und langsam geschmortes Kraut, wie du es aus Polen als Bigos kennst.

Was Gäste sagen:

  • "Es fühlt sich an, als würdest du eine rustikale Taverne in den polnischen Bergen betreten. Riesige Portionen, kaltes Bier und wunderbar traditionelles Essen."
  • "Das beste polnische Essen, das wir in den Niederlanden hatten. Der Kotlet schabowy ist gewaltig und knusprig, und der Service ist unglaublich herzlich."

Praktisches für deinen Besuch

  • Anreise: Von Emmerich an der deutschen Grenze fährst du über die A12 knapp zwei Stunden nach Amsterdam, von Bad Bentheim gut zwei Stunden. Mit dem ICE bist du von Köln in gut zweieinhalb Stunden am Amsterdam Centraal. In der Stadt bringen dich Tram und Metro überall hin. Nach Noordwijkerhout kommst du am einfachsten mit dem Auto oder per Bus ab Leiden Centraal.
  • Parken: Im Zentrum kostet Parken über 7 € pro Stunde und ist trotzdem knapp. Günstiger sind die P+R-Parkplätze am Stadtrand (Sloterdijk, Zeeburg, ArenA, Noord): Auto abstellen, kleinen Tagespreis zahlen, mit Metro oder Tram weiterfahren.
  • Bezahlen: Karte ist Standard. Viele Betriebe nehmen gar kein Bargeld mehr — und oft auch keine Kreditkarte, sondern nur Maestro oder Debit. Bei Pop-ups und Marktständen gilt das genauso. Frag im Zweifel kurz nach, bevor du bestellst.
  • Trinkgeld: Der Service ist im Preis enthalten. Aufrunden oder 5–10 % reichen völlig.
  • Küchenzeiten: Viele niederländische Küchen schließen gegen 21:30 Uhr. Plan das Abendessen also lieber vor 20 Uhr.
  • Reservieren: Für Cafe Piazza und Restauracja u Górala solltest du am Wochenende vorbestellen. Kazik klappt meist spontan. Bei Mizeria und im Supermarkt reservierst du gar nicht — du stellst dich an.
  • Vorher prüfen: Pop-ups und Themenwochenenden ändern sich schnell. Ein Blick auf die Öffnungszeiten und die Social-Media-Seite spart dir die vergebliche Fahrt.

Ob schnelle Zapiekanka bei Kazik, handgemachte Pierogi beim nächsten Mizeria-Pop-up oder ein großer Tavernenabend bei Restauracja u Górala: Amsterdams polnische Szene ist klein, aber richtig gut. Diese fünf Adressen liefern 2026 Geschmack, Portionen und echte Herzlichkeit. Smacznego!