Ein QR-Code ist ein offener Standard aus dem Jahr 1994. Ihn zu erzeugen kostet niemanden Geld — trotzdem klemmen die meisten Anbieter im Netz ein Wasserzeichen mitten hinein oder schalten den Code ab, sobald die Testphase endet. Meistens merkst du das erst, wenn 100 Tischaufsteller schon gedruckt sind.
Die gute Nachricht: Für die allermeisten Anwendungsfälle in der Gastronomie brauchst du kein Abo. Du brauchst einen statischen QR-Code, der die Adresse direkt im Muster trägt. Der funktioniert für immer, ohne Konto, ohne Zwischenserver und ohne monatliche Gebühr. Unser QR-Code-Generator macht genau das, kostenlos und ohne Wasserzeichen.
Warum "kostenlose" QR-Codes oft aufhören zu funktionieren
Wenn ein Code nach zwei Wochen tot ist, war es fast immer ein dynamischer Code aus einem Testangebot. Solche Codes zeigen nicht auf deine Seite, sondern auf einen Server des Anbieters, der dann weiterleitet. Endet die Testphase oder das Abo, schalten sie die Weiterleitung ab — und dein gedruckter Code führt ins Leere oder auf eine Werbeseite.
Das ist kein Zufall, sondern das Geschäftsmodell. Der Druck ist bereits bezahlt, also zahlst du lieber monatlich weiter, als alles neu zu drucken.
Statisch oder dynamisch: was du wirklich brauchst
Beide haben ihre Berechtigung. Der Unterschied ist einfach:
| Statischer Code | Dynamischer Code | |
|---|---|---|
| Wo steht das Ziel? | Direkt im Muster | Auf einem Server des Anbieters |
| Ziel später änderbar? | Nein | Ja |
| Läuft ab? | Nie | Wenn der Dienst abschaltet |
| Kosten | Einmalig null | Meist monatlich |
| Scans messbar? | Nein | Ja |
| Gut für | Speisekarten-Link, WLAN, Telefon, Adresse | Kampagnen mit wechselndem Ziel |
Die Faustregel: Zeigt dein Code auf eine Adresse, die sich nie ändert — also deine eigene Domain oder deinen festen Speisekarten-Link — nimm einen statischen Code. Er ist unkaputtbar.
Wechselt das Ziel ständig, brauchst du einen dynamischen Code. Dann gilt aber: Nimm ihn nur bei einem Anbieter, bei dem der Code auch ohne Zahlung weiterläuft, oder bau die Weiterleitung auf deiner eigenen Domain. Dann gehört sie dir.
Ohne Anmeldung, ohne Wasserzeichen
So machen wir es:
- Dauerhaft kostenlos. Es gibt keine Pro-Version hinter einer Bezahlschranke.
- Keine Anmeldung. Du musst uns keine E-Mail geben und kein Konto anlegen. Adresse eintippen, herunterladen, fertig.
- Kein Wasserzeichen. Deine Marke gehört dir. Wir setzen kein Logo auf deine gedruckten Materialien.
- Sofortige Vorschau. Du siehst live, wie der Code aussieht, während du Farben änderst, Rahmen setzt oder dein Logo einfügst.
Ist das datenschutzrechtlich sauber?
Ja, und zwar aus einem einfachen Grund: Bei statischen Codes gibt es keinen Zwischenserver, der mitzählt. Wir sehen nicht, wer scannt, wir sammeln keine Daten über deine Gäste und wir verfolgen niemanden.
Das erspart dir auch Papierkram. Wo nichts erhoben wird, brauchst du dafür weder eine Einwilligung noch einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Für einen Gastrobetrieb, der ohnehin genug DSGVO-Themen hat, ist das die entspannteste Variante.
Wichtig bleibt der Rest: Wenn dein Code auf eine digitale Speisekarte führt, braucht diese Seite ein Impressum nach § 5 DDG und eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO. Das fehlende Impressum ist einer der häufigsten Abmahngründe überhaupt und kostet schnell 200 € bis 1.500 €.
So machst du deinen QR-Code richtig
In unter einer Minute erledigt:
- Adresse eingeben. Der Link zu deiner Speisekarte, deinem Social-Media-Profil oder deiner Website.
- Design anpassen. Farben an deine Marke angleichen. Wichtig: dunkles Muster auf hellem Grund, nie umgekehrt, und keine hellen Pastelltöne — die Kamera braucht Kontrast.
- Logo oder Rahmen ergänzen. Dein Logo in die Mitte, dazu ein Rahmen mit Text wie "Zur Speisekarte scannen". Halt das Logo bei rund 20 % der Codebreite, sonst wird es unlesbar — die Details stehen in unserem Ratgeber Logo im QR-Code ohne ihn kaputt zu machen.
- Herunterladen und drucken. PNG für normale Drucksachen, SVG für große Formate.
Die richtigen Druckgrößen
Das ist der häufigste Fehler in der Praxis: zu klein gedruckt. Richtwerte für die Gastronomie:
| Wo | Empfohlene Größe |
|---|---|
| Tischaufsteller | 4–5 cm |
| Speisekarte, Rechnungsmappe | 2,5–4 cm |
| Theke oder Tresen | 4–6 cm |
| Schaufenster, Eingangstür | 15–25 cm |
| Wandplakat, Aufsteller draußen | 25–30 cm |
Zur Auflösung gibt es eine einfache Regel: Druckgröße in Zentimetern × 120 = benötigte Pixelbreite. Ein Tischaufsteller-Code von 5 cm braucht also mindestens 600 Pixel.
Zwei Dinge noch: Lass den weißen Rand rund um den Code stehen, er gehört zum Standard und hilft der Kamera beim Finden. Und nimm matten statt glänzenden Druck — spiegelndes Laminat unter einem Spot ist der häufigste Grund, warum abends nichts scannt.
Kurz zur Sicherheit: Quishing
Ein Thema, das immer wichtiger wird und das du deinem Team einmal erklären solltest. Beim sogenannten Quishing kleben Betrüger einen eigenen QR-Code über einen echten — auf Tischaufsteller, Parkautomaten oder Aushänge — und leiten Leute auf gefälschte Bezahlseiten. Das BSI warnt regelmäßig davor.
Zwei einfache Gegenmaßnahmen für deinen Betrieb: Setz dein Logo in die Mitte des Codes, damit ein aufgeklebter Fremdcode sofort auffällt. Und lass dein Team einmal pro Woche kurz über die Tische schauen, ob irgendwo ein Aufkleber sitzt, der da nicht hingehört. Zwei Minuten Aufwand.
Häufige Fragen
Kostet das Erstellen eines QR-Codes Geld? Nein. Das Format ist ein offener Standard. Bezahlt wird bei kommerziellen Anbietern nur die dynamische Weiterleitung, die Statistik und das Hosting dahinter.
Laufen QR-Codes ab? Das Muster selbst nie. Ein statischer Code funktioniert in zwanzig Jahren noch. Ablaufen kann nur der Dienst dahinter — deshalb sterben dynamische Codes, wenn das Abo endet. Mehr dazu in unserem Text laufen QR-Codes ab.
Kann ich einen QR-Code kommerziell nutzen? Ja. Auf das Format bestehen keine Lizenzgebühren, es ist frei nutzbar. Du darfst es auf Karten, Plakate, Verpackungen und Fahrzeuge drucken.
Warum scannt mein Code nicht? Meist einer von vier Gründen: zu klein gedruckt, zu wenig Kontrast, glänzendes Laminat unter einem Spot oder ein zu großes Logo in der Mitte. Test immer mit dem ältesten Handy im Betrieb, nicht mit deinem eigenen.
Brauche ich für eine QR-Speisekarte ein Impressum? Ja. Eine digitale Speisekarte ist ein Telemedienangebot und braucht ein Impressum nach § 5 DDG sowie eine Datenschutzerklärung. Und beachte: Eine QR-Speisekarte ersetzt nicht das Preisverzeichnis, das nach § 7 Preisangabenverordnung am Eingang aushängen muss.
Digitale Werkzeuge sollen deinem Betrieb helfen, nicht eine weitere monatliche Rechnung erzeugen. Mit einem dauerhaften statischen Code kannst du Tischkarten und Plakate ohne schlechtes Gewissen drucken. Probier den kostenlosen QR-Code-Generator aus — und wenn du gleich die ganze Speisekarte digital brauchst, zeigt dir unser Ratgeber, wie du eine QR-Speisekarte kostenlos erstellst.