Mallorca kennen die meisten Deutschen als Strandziel — und übersehen dabei, dass Palma inzwischen eine der besten Restaurantszenen des Mittelmeers hat. Mehrere Sternehäuser auf engem Raum, mallorquinische Zutaten statt internationaler Beliebigkeit, und Mittagsmenüs, mit denen Sterneküche plötzlich bezahlbar wird.

Kurzfassung: Die besten Fine-Dining-Restaurants in Palma de Mallorca sind 2026 Marc Fosh, DINS Santi Taura, Zaranda, FERA und Adrián Quetglas. Abends rechnest du mit 90 bis 240 € pro Person — mittags kommst du bei Marc Fosh und Adrián Quetglas deutlich günstiger weg.

Auf einen Blick

RestaurantKücheMenü pro PersonPasst für
Marc FoshModern mediterranca. 45 € mittags, 110–150 € abendsDas beste Preis-Leistungs-Verhältnis
DINS Santi TauraMallorquinisch, neu gedachtca. 110–150 €Inselküche mit Geschichte
ZarandaKreativ, offene Kücheca. 170–240 €Den großen Abend
FERAMediterran mit Weltbezugca. 90–140 €Innenhof und Design
Adrián QuetglasMediterran mit Ostblickca. 70–110 €Gehoben ohne Zeremonie

Richtwerte für 2026 ohne Weinbegleitung. Prüf vor der Reservierung die aktuelle Karte.

1. Marc Fosh

Marc Fosh sitzt im wunderschönen Hotel Convent de la Missió aus dem 17. Jahrhundert und steht für moderne mediterrane Küche. Gäste erwähnen immer wieder die saisonalen Zutaten und den entspannten, trotzdem hochprofessionellen Service. Die Menüs machen aus mallorquinischen Produkten kleine Kunstwerke.

  • Warum Gäste es lieben: Das Mittagsmenü ist der beste Deal der Insel — Sterneniveau zu einem Preis, den du in Deutschland für ein gutes Bistro zahlst.

Wenn du Sterneküche einmal ohne dreistellige Rechnung erleben willst, buch hier einen Tisch zum Mittag.

2. DINS Santi Taura

Willst du die Geschichte Mallorcas schmecken, gehst du zu DINS. Küchenchef Santi Taura nimmt alte Inselrezepte und hebt sie auf ein neues Niveau. Du sitzt am Tresen und siehst dem Küchenteam direkt bei der Arbeit zu.

  • Warum Gäste es lieben: Der interaktive Chef's Table und die Geschichte hinter jedem traditionellen Gericht.

Für alle, die auf Mallorca mehr wollen als Paella und Sangria — hier bekommst du die Insel, wie sie wirklich kocht.

3. Zaranda

Zaranda liegt im Hotel Es Príncep und ist die aufwendigste Adresse dieser Liste. Die Räume sind ungewöhnlich geschnitten, die Küche offen — du siehst also, wie dein Menü entsteht. Die Karte greift die Geschichte und die Zutaten der Insel auf und macht daraus etwas Überraschendes.

  • Warum Gäste es lieben: Die theatralische, innovative Präsentation, die den Abend zu einem eigenen Ereignis macht.

Reservier hier weit im Voraus, gerade zwischen Juni und September.

4. FERA

FERA ist bekannt für sein kunstvolles Ambiente und eine Karte, die mediterrane Aromen mit Einflüssen aus aller Welt verbindet. Das Haus ist wunderschön gestaltet, und der Innenhof ist an einem warmen Abend einer der schönsten Plätze in Palma.

  • Warum Gäste es lieben: Das Interieur und die sorgfältig zusammengestellten Weinbegleitungen, die genau zum Menü passen.

Frag beim Reservieren ausdrücklich nach einem Tisch im Patio.

5. Adrián Quetglas Restaurant

Dieses elegante Haus verbindet feine mediterrane Küche mit russischen und argentinischen Einflüssen — eine ungewöhnliche Mischung, die erstaunlich gut funktioniert. Gäste loben vor allem die gemütliche Atmosphäre und die Menüs, die dich durch verschiedene Aromen und Texturen führen.

  • Warum Gäste es lieben: Hochwertige Zutaten und ein herzliches, unkompliziertes Ambiente.

Auch hier lohnt sich das Mittagsmenü, wenn du preisbewusst planst.

Praktisches für deinen Besuch

  • Anreise: Palma wird aus praktisch jedem deutschen Flughafen direkt angeflogen. Vom Flughafen fährst du mit dem Bus A1 in rund 20 Minuten ins Zentrum, das Taxi kostet etwa 25 bis 30 €.
  • Saison beachten: Das ist der wichtigste Punkt auf Mallorca. Mehrere Spitzenrestaurants schließen im Winter komplett, meist von Mitte November bis Februar oder März. Prüf die Öffnungszeiten, bevor du fliegst — eine Fehlfahrt im Januar ist ärgerlich.
  • Essenszeiten: In Spanien wird spät gegessen. Das Abendessen beginnt frühestens um 20:00 Uhr, normal ist 21:00 bis 21:30 Uhr. Ein früher Tisch ist meist noch zu bekommen.
  • Der Mittagstrick: Marc Fosh und Adrián Quetglas bieten mittags feste Menüs zu einem Bruchteil des Abendpreises an. Dieselbe Küche, dasselbe Team, dieselbe Qualität — nur weniger Gänge. Der beste Tipp dieser ganzen Liste.
  • Reservieren: In der Hochsaison (Juni bis September) brauchst du vier bis acht Wochen Vorlauf. In der Nebensaison reichen meist ein bis zwei Wochen. Buch direkt beim Haus.
  • Bezahlen: Kartenzahlung ist in Spanien überall Standard. Visa und Mastercard laufen problemlos, auch bei kleinen Beträgen.
  • Trinkgeld: Deutlich weniger als in Deutschland üblich. Aufrunden reicht, nach einem großen Menü sind 5 % großzügig.
  • Kleidung: Smart casual. Palma ist entspannter als Madrid, aber Badekleidung und Flipflops sind abends überall unpassend.
  • Parken: Die Altstadt von Palma ist Umweltzone und weitgehend gesperrt. Nutz die Parkhäuser am Rand, etwa am Parc de la Mar, und lauf die letzten Minuten.

Ein Tisch in einem dieser Häuser macht aus einem Mallorca-Urlaub etwas anderes. Weil die Adressen sehr gefragt sind, reservierst du am besten früh — und wenn du sparen willst, gehst du mittags. Die Küche ist dieselbe, nur die Rechnung ist eine andere.

Willst du bodenständiger essen? Wir haben die Restaurants in Palma de Mallorca mit authentischer Regionalküche getrennt zusammengestellt.