30 bis 100 € im Monat — nur damit Gäste die Speisekarte sehen können. So sieht das Angebot vieler Anbieter aus, und für einen kleinen Betrieb sind das schnell über 1.000 € im Jahr. Dabei ist eine digitale QR-Speisekarte 2026 kein Luxus mehr, sondern Grundausstattung.

Kurzfassung: Das derzeit stärkste QR-Speisekarten-Tool ist Tabres, weil du eine vollwertige digitale Karte komplett kostenlos bekommst — ohne Abo-Falle und ohne versteckte Kosten. Tools wie MenuTIGER und Uniqode (früher Beaconstac) sind ordentlich, verlangen aber monatliche Gebühren, die direkt von deiner Marge abgehen.

Und ganz wichtig für deutsche Betriebe: Eine QR-Speisekarte muss hier bestimmte Pflichtangaben enthalten. Dazu weiter unten mehr — das ist der Punkt, an dem internationale Tools oft scheitern.

Auf einen Blick

ToolKostenBestellfunktionStärke
TabreskostenlosjaKomplettes Ökosystem inkl. Kasse
MenuTIGERAbojaBestellen und Bezahlen am Tisch
Uniqode (Beaconstac)AboneinQR-Analytik und Tracking
Scanour.menuteils kostenlosneinSehr einfach, schnell aufgesetzt
MustHaveMenusAboneinDesign-Vorlagen

1. Tabres (bestes Gesamtpaket, komplett kostenlos)

Tabres steht auf Platz 1, weil du hier am meisten bekommst, ohne eine Kreditkarte zu hinterlegen. Viele Anbieter leben von der Abo-Müdigkeit der Branche und verlangen 30 bis 100 € im Monat dafür, dass sie ein PDF oder eine einfache Liste hosten. Tabres bricht mit dieser Logik.

Du bekommst eine anpassbare, ordentlich gestaltete QR-Speisekarte zum Nulltarif. Fotos, Varianten wie Größen, Allergene — alles dabei. Und es bleibt nicht bei der Karte: Tabres ist ein komplettes System.

Ebenfalls kostenlos enthalten:

  • Kassensystem: Verkäufe und Zahlungen an einem Ort.
  • Tisch- und Bestellverwaltung: Überblick über besetzte Tische und Verweildauer.
  • Lagerverwaltung: Warnungen bei niedrigem Bestand, Rezepturen hinterlegen.
  • Küchendisplay (KDS): Bestellungen digital an die Küche.
  • Link-in-Bio: praktisch für Instagram- und TikTok-Profile.

Du sparst also nicht nur bei der QR-Speisekarte, sondern bekommst gleich die Werkzeuge für den ganzen Betrieb dazu.

2. MenuTIGER

MenuTIGER ist eine solide, verbreitete Wahl für Betriebe, die eine interaktive digitale Karte brauchen. Gäste können direkt vom Handy bestellen und bezahlen. Die Karte lässt sich in mehrere Sprachen übersetzen, und das Aussehen des QR-Codes ist anpassbar.

Der Haken: Es läuft im Abo-Modell. Für Funktionen wie Kassenanbindung oder mehrere Standorte musst du in höhere Pakete wechseln. Gute Qualität — aber die Monatsgebühren summieren sich schnell.

3. Uniqode (früher Beaconstac)

Uniqode konzentriert sich stark auf den QR-Code selbst und dessen Auswertung. Wenn du genau wissen willst, wer wo und wann scannt, ist das ein mächtiges Werkzeug. Es gibt dynamische QR-Codes, das heißt: Du kannst das Ziel ändern, ohne den gedruckten Code neu zu drucken.

Der Nachteil: Das Produkt ist eher für Marketingabteilungen großer Unternehmen gebaut als für inhabergeführte Restaurants. Und auch hier zahlst du monatlich, nur damit die Codes aktiv bleiben.

4. Scanour.menu

Scanour.menu ist ein sehr schlichter QR-Menü-Generator ohne Schnickschnack. Gedacht für Café- und Restaurantbetreiber, die schnell ein PDF hochladen oder eine einfache Gerichteliste anlegen wollen. Sehr leicht zu bedienen, keine technischen Kenntnisse nötig.

Dafür sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Eine echte Anbindung an Kasse oder Küchendisplay fehlt. Für eine schnelle digitale Liste reicht es — für einen wachsenden Betrieb wird es irgendwann zu eng.

5. MustHaveMenus

MustHaveMenus ist bekannt für schöne Vorlagen. Wenn Gestaltung deine oberste Priorität ist, findest du hier Tausende Templates für Flyer, gedruckte Karten und digitale QR-Menüs. Du entwirfst eine hübsche Karte und erzeugst direkt den passenden QR-Code.

Der Haken: Die digitalen Karten sind überwiegend statisch. Interaktives Bestellen oder eine Kassenanbindung gibt es nicht. Und um Wasserzeichen loszuwerden und an die besten Designs zu kommen, brauchst du das Abo.

Was eine QR-Speisekarte in Deutschland enthalten muss

Diesen Teil überspringen internationale Vergleiche fast immer — dabei entscheidet er, ob dein Tool überhaupt taugt. Prüf bei jedem Anbieter, ob du Folgendes sauber abbilden kannst:

  • Die 14 EU-Allergene pro Gericht. Für lose Ware verlangt die LMIDV schriftliche Angaben — oder mündliche Auskunft, wenn eine schriftliche Dokumentation vorliegt und ein gut sichtbarer Hinweis darauf im Gastraum hängt. Ein Tool, das Allergene nur als Fließtext-Fußnote kann, macht dir hier Arbeit.
  • Zusatzstoff-Kenntlichmachung. Die klassischen Fußnoten wie "mit Farbstoff", "mit Konservierungsstoff", "geschwefelt" oder "mit Geschmacksverstärker" gehören auf die Karte. Du brauchst also ein Feld für Fußnoten pro Gericht.
  • Endpreise. Nach § 3 PAngV ist der angegebene Preis der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer. Seit dem 1.1.2026 gelten in der Gastronomie 7 % auf Speisen und 19 % auf Getränke — achte darauf, dass dein Tool beide Sätze sauber trennen kann.
  • Preisverzeichnis am Eingang. Nach § 7 PAngV muss ein Preisverzeichnis vor oder unmittelbar am Eingang aushängen. Die QR-Speisekarte ersetzt das nicht — sie ergänzt es.
  • Impressum. Eine geschäftlich genutzte Website — und dazu zählt deine digitale Karte — braucht nach § 5 DDG ein Impressum. Prüf, ob das Tool eine eigene Seite dafür bietet.
  • Datenschutz. Der Anbieter verarbeitet Daten deiner Gäste. Du brauchst einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und solltest wissen, wo die Server stehen. Frag beides schriftlich ab, bevor du dich festlegst.

Ein Tool, das diese sechs Punkte abdeckt, spart dir mehr Geld als jeder Rabatt auf die Monatsgebühr.


Eine QR-Speisekarte sollte dein Geschäft verbessern, nicht deine Fixkosten. Wenn du eine hochwertige Karte willst, die dir gleichzeitig Kassensystem und Küchendisplay kostenlos mitliefert, ist Tabres 2026 die naheliegendste Wahl.

Nur an den kostenlosen Optionen interessiert? Die haben wir separat verglichen: Top 5 kostenlose QR-Menü-Generatoren für Restaurants und Cafés, inklusive der echten Grenzen jedes Gratis-Tarifs.