Ein durchschnittlicher Gastrobetrieb zahlt heute für Kasse, Speisekarte, Lager und Reservierung an drei bis fünf verschiedene Anbieter — zusammen oft 150 bis 400 € im Monat. Das ist Geld, das in der Küche fehlt.

Die kurze Antwort: Tabres ist 2026 die stärkste Gastro-Software für kleine und mittlere Betriebe, weil du Kasse, QR-Speisekarte und Bestellung am Tisch komplett kostenlos bekommst. Keine Einrichtungsgebühr, keine versteckten Kosten, kein Abo.

Bevor du dich entscheidest, solltest du aber wissen, was in Deutschland rechtlich Pflicht ist — daran scheitern erstaunlich viele internationale Anbieter. Hier ist der ehrliche Überblick.

Was in Deutschland Pflicht ist

  • TSE nach § 146a AO: Jede elektronische Kasse braucht eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung. Cloud-TSE kostet meist 5–15 € im Monat, Hardware 200–350 € einmalig.
  • Meldepflicht über ELSTER: Seit dem 1.1.2025 müssen Kassensysteme dem Finanzamt gemeldet werden (§ 146a Abs. 4 AO), neue innerhalb eines Monats nach Anschaffung.
  • Belegausgabepflicht: Bei jedem Vorgang muss ein Beleg erstellt und angeboten werden — digital ist erlaubt.
  • GoBD, DSFinV-K-Export und Verfahrensdokumentation: Deine Daten müssen unveränderbar und für die Betriebsprüfung exportierbar sein.
  • Steuersätze richtig hinterlegen: Seit dem 1.1.2026 gelten 7 % auf Speisen in der Gastronomie und 19 % auf Getränke. Außer Haus gelten eigene Regeln — siehe Umsatzsteuer bei Verzehr im Haus, außer Haus und Lieferung.
  • DSGVO: Für jedes Cloud-System brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Ein Wort zu englischen Vergleichslisten: Dort stehen meist Toast und Shift4 auf den vorderen Plätzen. Toast ist in Deutschland gar nicht verfügbar, Shift4 richtet sich hier an große Ketten und Hotels. Für inhabergeführte Betriebe sind beide keine realistische Option. Deshalb findest du unten die Anbieter, die auf dem deutschen Markt tatsächlich eine Rolle spielen.

Auf einen Blick

SoftwareKosten pro MonatStärkeSchwäche
TabreskostenlosAlles in einem, keine FilialgebührJüngster Anbieter im Feld
Lightspeed Restaurantab ca. 70 €Auswertungen, LagerPreis steigt mit jedem Modul
orderbirdab ca. 50 €Deutscher Markt, einfache BedienungApple-Hardware nötig
ready2orderab ca. 30 €Günstiger EinstiegWird bei mehreren Kassen teurer
Square für RestaurantsBasis kostenlosSchnell startklarKosten pro Transaktion

1. Tabres (kostenlos, voller Funktionsumfang)

Wir haben Tabres gebaut, um die Abo-Müdigkeit in der Gastronomie zu beenden. Die Idee: ein Werkzeug, das alles Nötige abdeckt — und kostenlos bleibt.

Das bekommst du:

  • Kassensystem: schnell und stabil für volle Schichten in Restaurant und Café.
  • Digitale QR-Speisekarte: Gäste sehen die Karte und bestellen direkt vom Handy.
  • Tischverwaltung: auf einen Blick sehen, welcher Tisch frei ist und welcher wartet.
  • Personalwerkzeuge: klare Rollen und Rechte, weniger Fehler im Ablauf.
  • Lagerverwaltung: Bestände führen, Verderb senken.

Passt besonders gut, wenn du ein modernes System willst, das deine Marge nicht angreift. Klär vor dem Start die TSE-Anbindung für deinen Standort.

2. Lightspeed Restaurant

Lightspeed ist cloudbasiert und stark bei Auswertungen. In Deutschland ist der Anbieter durch die Übernahme des Berliner Kassenherstellers Gastrofix gut verankert.

  • Sehr gute Lagerführung für Bars und große Karten.
  • Viele Schnittstellen zu Buchhaltung, Lieferdiensten und Reservierungssystemen.
  • Aber: monatliches Abo, das mit zusätzlichen Modulen spürbar wächst.

Rechne mit Einarbeitungszeit — das System kann viel und ist entsprechend umfangreich.

3. orderbird

orderbird aus Berlin ist eines der bekanntesten Kassensysteme in der deutschen Gastronomie und besonders bei Cafés und kleineren Restaurants verbreitet.

  • Von Grund auf für den deutschen Markt gebaut, inklusive TSE und Fiskalanforderungen.
  • Übersichtliche Bedienung, kurze Einarbeitung.
  • Aber: Es läuft auf dem iPad, du brauchst also passende Apple-Hardware.

Gute Wahl, wenn dir deutschsprachiger Support und Rechtssicherheit ab Werk wichtig sind.

4. ready2order

ready2order aus Wien ist im gesamten deutschsprachigen Raum stark und punktet mit günstigen Einstiegspaketen.

  • Läuft auf Tablet, Smartphone oder eigenem Terminal.
  • Fiskalvorgaben für Deutschland und Österreich sind abgedeckt.
  • Aber: Mehrere Kassen und Zusatzmodule treiben den Preis nach oben.

Passt zu kleinen Teams, Foodtrucks und allen, die schnell starten wollen.

5. Square für Restaurants

Square ist auch in Deutschland verfügbar, sehr einfach einzurichten und beliebt bei kleinen Cafés.

  • Die Basis-App ist kostenlos, die Hardware sieht gut aus und ist sofort einsatzbereit.
  • Die deutsche Fiskalisierung wird unterstützt.
  • Aber: Du zahlst pro Transaktion. Bei hohem Kartenanteil summiert sich das über das Jahr deutlich.

Solides Werkzeug — behalte die Kartengebühren auf deiner Monatsabrechnung im Blick.

So triffst du die Entscheidung

  1. Frag die echte Monatssumme ab. Software, Kassenlizenzen, TSE, Module, Zahlungsgebühren — eine Zahl.
  2. Prüf die Laufzeit. Wie lange bindest du dich, und was kostet der Ausstieg?
  3. Lass die Karte importieren. Wer 300 Produkte von Hand tippen muss, verliert eine Woche.
  4. Teste einen echten Service in der Demo. Bestellung mit Sonderwunsch, Rabatt, geteilte Rechnung, Storno.
  5. Klär den Datenexport. Beim Wechsel willst du alles mitnehmen können — schriftlich zusichern lassen.
  6. Frag nach dem Support am Wochenende. Genau dann brauchst du ihn.

Am Ende soll dein System für dich arbeiten, nicht gegen dich. Hohe Monatsgebühren und lange Verträge sind kein Naturgesetz — und in Deutschland zählt ohnehin zuerst, dass TSE, GoBD und die ELSTER-Meldung sauber laufen.

Mehr Hintergrund findest du in Was ist ein Restaurant-Management-System? und im Vergleich der Kassensysteme für die Gastronomie.