Groningen ist die jüngste Stadt der Niederlande — statistisch gesehen, wegen der rund 60.000 Studierenden. Und all diese Studierenden brauchen guten Kaffee. Das Ergebnis ist eine Szene aus winzigen Röstereien und Cafés, die für eine Stadt dieser Größe erstaunlich stark ist. Es gibt sogar eine Kaffeebar im Fahrradladen.

Kurzfassung: Die besten Cafés in Groningen sind 2026 Black & Bloom, Koffiestation, Revista, Spaak Koffie en Koers und Pure. Alle rösten selbst oder arbeiten mit Spitzenröstereien, und alle liegen wenige Gehminuten vom Grote Markt entfernt.

Wichtig für deutsche Gäste: In den Niederlanden verkauft ein "Coffeeshop" Cannabis. Kaffee bekommst du im "Café", in der "Koffiebar" oder in der Rösterei. Diese Liste enthält ausschließlich echte Kaffeehäuser.

Auf einen Blick

CaféTypKaffeePasst für
Black & BloomEigene Röstereica. 3,50–4,20 €Ernsthaften Espresso
KoffiestationCafé am Wasserca. 3,20–4,00 €Sonnige Terrasse und Zimtschnecken
RevistaVegan, mit Magazinenca. 3,20–4,00 €Ruhig lesen und bleiben
Spaak Koffie en KoersKaffeebar im Fahrradladenca. 3,00–3,80 €Radsportfans
PureCafé mit Backstubeca. 3,00–3,80 €Kuchen und Donuts

1. Black & Bloom

Hier hat alles angefangen. Du findest die Bar in der Oude Kijk in 't Jatstraat 32. Black & Bloom eröffnete 2012 als allererste Specialty-Coffee-Bar der Stadt, und Inhaber Gerben röstet die Bohnen bis heute selbst.

Kaffee wird hier ernst genommen: Handaufgüsse aus Ruanda, kräftige Espressi aus Kolumbien und Äthiopien. Ein Stammgast erzählte: "Der beste Kaffee seit Langem. Der Espresso hat Tiefe und eine sanfte Säure. Das Team hat Charakter, witzig und herzlich. Lass den Laptop zu Hause, das hier ist ein Ort zum Sitzen und Reden."

2. Koffiestation

Geh zum Turfsingel 4, zum Standort Dudok aan het Diep — eines der schönsten Cafés der Stadt. Es steckt in einer restaurierten alten Tankstelle mit breiter Terrasse direkt am Wasser. Koffiestation startete 2012 und röstet heute in einer eigenen Mikrorösterei.

Auch die hauseigene Backstube zieht Leute an. Ein Besucher schrieb: "An einem sonnigen Tag gibt es keinen besseren Platz. Wir hatten Kaffee und warme Zimtschnecken am Wasser und haben einfach den Booten zugesehen. Das Bananenbrot ist großartig."

3. Revista

An einer Ecke der Carolieweg 11, gleich hinter dem Grote Markt, verbindet Revista guten Kaffee mit einem handverlesenen Stapel Kunst- und Designmagazine. Ruhig, minimalistisch und ein schöner Ort zum Runterkommen.

Alles hier ist zu 100 % pflanzlich, mit Bohnen von Spitzenröstereien wie Friedhats. Eine Kundin notierte: "Der Hafermilch-Cappuccino war kräftig und perfekt ausbalanciert. Ich mag, dass alles vegan ist. Ich habe mir ein Magazin geschnappt, mich in eine Ecke gesetzt und eine Stunde verloren."

4. Spaak Koffie en Koers

In der Oude Boteringestraat 66 findest du etwas Besonderes: Kaffeebar, Fahrradladen und Reparaturwerkstatt in einem. Seit 2016 ist Spaak der Treffpunkt für Radsportfans. Ausgeschenkt werden sortenreine Bohnen von Koffiestation.

Es ist warm und lebendig, und alle großen Rennen laufen auf dem Bildschirm. Ein Gast sagte: "So ein freundlicher Empfang. Der Kaffee hat Charakter und der hausgemachte Kuchen war ein Genuss. Wir haben ein Rennen geschaut, während mein Rad hinten repariert wurde."

5. Pure

Wer es süß mag, geht zu Pure am Vismarkt 10, mitten im Zentrum. Das Erste, was du siehst, ist eine Glasvitrine voller hausgemachtem Gebäck — von Donuts und Croissants bis zur berühmten Red-Velvet-Torte.

Ein Kunde erzählte: "Der Kaffee war herrlich und der hausgemachte Donut der beste, den ich je hatte. Die Red-Velvet-Torte ist Pflicht. Das Interieur ist wunderschön und der Service sehr freundlich. Die perfekte Pause beim Einkaufsbummel."

Praktisches für deinen Besuch

  • Anreise: Groningen ist die nächstgelegene niederländische Großstadt für Nordwestdeutschland. Von Leer fährst du mit dem Auto rund eine Stunde, von Oldenburg etwa 1:45, von Bremen gut zwei Stunden und von Osnabrück rund zweieinhalb.
  • Parken: Die Innenstadt ist sehr fahrradfreundlich und für Autos anstrengend. Nutz eines der P+R-Parkhäuser am Stadtrand — sie sind günstig und der Bus ins Zentrum ist im Ticket meist enthalten.
  • Fahrräder: Groningen hat den höchsten Radverkehrsanteil Europas. Achte beim Überqueren jeder Straße zuerst auf Räder, dann auf Autos. Das ist hier keine Übertreibung.
  • Bezahlen: Kartenzahlung ist in den Niederlanden Standard, viele Betriebe nehmen gar kein Bargeld mehr. Eine reine deutsche Girocard wird dabei oft abgelehnt. Nimm eine Debit-Mastercard oder eine Visa-Debitkarte mit.
  • Trinkgeld: Der Service steckt im Preis. Aufrunden reicht, bei sehr gutem Service sind 5–10 % nett.
  • Öffnungszeiten: Die meisten Cafés öffnen gegen 9 Uhr und schließen schon um 17 oder 18 Uhr. Kaffee am Abend ist in den Niederlanden unüblich.
  • Beste Zeit: In den Semesterferien im Juli und August ist die Stadt spürbar leerer und entspannter. Während des Semesters sind die Cafés nachmittags voller Studierender.
  • Kurze Wege: Alle fünf Adressen liegen im Umkreis von zehn Gehminuten rund um den Grote Markt. Zwei oder drei an einem Tag sind gut machbar.
  • Was du probieren solltest: ein Stück appeltaart mit Sahne, dazu "koffie verkeerd" — das ist ein Milchkaffee, wörtlich "falscher Kaffee".

Groningen ist eine echte Kaffeestadt, angetrieben von neugierigen Studierenden und leidenschaftlichen Röstern. Lass die großen Ketten links liegen und geh stattdessen in diese unabhängigen Häuser. Vom ernsthaften Espresso bei Black & Bloom bis zur Zimtschnecke am Wasser bei Koffiestation hat jede Adresse ihre eigene Geschichte.

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