Mehr Gäste in der Nebensaison bekommst du von den Leuten, die in deiner Nähe wohnen, arbeiten und zur Schule gehen. Die Sommergäste kommen erst im Juni wieder. Eine Stempelkarte und Flyer mit Gratis-Pommes für Betriebe in der Nähe holen die Leute aus dem Ort viel günstiger zurück als eine 2-für-1-Aktion. Hör mit den 2-für-1-Aktionen auf und nimm keine weiteren Burger auf die Speisekarte.

Senk aber zuerst die Personalkosten auf etwa 30 % vom Umsatz und mach in den Stunden zu, die Geld verlieren. Sonst ist das Geld für die Miete weg, bevor die neuen Gäste kommen.

Pass zuerst deine Kosten an die Nebensaison an

Ein Laden, der vom Sommer lebt, ist für den Sommer gebaut. Fällt der Umsatz auf die Hälfte, bleiben die meisten Kosten so hoch wie im Sommer, und diese Lücke ist dein Verlust.

Hier ist ein Burgerladen wie deiner in einem Ferienort an der Ostsee, in Euro, im Jahr 2026. Umsätze und Kosten sind netto, also ohne Umsatzsteuer. Eine Bestellung bringt im Schnitt 20 €, und Personal kostet 18 € pro Stunde, Lohn plus Abgaben. Ein Burger für 14,90 € auf der Karte bringt nach 7 % Umsatzsteuer auf Speisen knapp 14 €, und seine Zutaten kosten 4,20 €.

SommerwocheOktoberwoche jetztOktoberwoche nach den Kürzungen
Bestellungen900400375
Umsatz18.000 €8.000 €7.500 €
Ware und Verpackung (30 %)5.400 €2.400 €2.250 €
Personal250 Stunden, 4.500 €250 Stunden, 4.500 €120 Stunden, 2.160 €
Miete (6.000 € pro Monat)1.385 €1.385 €1.385 €
Gebühren für Karten und Lieferapps (5 %)900 €400 €375 €
Strom, Versicherung, Bestellterminals und der Rest800 €800 €700 €
Gewinn oder Verlust+5.015 €−1.485 €+630 €

Teil das Geld auf dem Konto durch den Verlust pro Woche. Mit 6.000 € auf dem Konto und 1.485 € Verlust pro Woche hat dieser Laden noch vier Wochen. Die Kürzungen unten machen aus dem Verlust 630 € Gewinn, bevor ein einziger neuer Gast kommt.

Senk die Personalstunden auf 30 % vom Umsatz

In einem Burgerladen, in dem die Gäste an der Theke bestellen, sollte Personal etwa 25 bis 30 % vom Umsatz kosten. Das ist eine Faustregel, kein Gesetz. Bei 7.500 € pro Woche sind 30 % genau 2.250 €, also 125 Stunden zu 18 €, und das Beispiel plant 120.

Behalte deine zwei oder drei besten Leute und gib ihnen feste Schichten. Die ruhigen Schichten übernehmen die Inhaber bis zum Frühjahr selbst. Die Stunden aus einem Arbeitsvertrag kannst du aber nicht allein kürzen, dafür braucht ihr eine neue Abmachung, die beide unterschreiben. Häng den neuen Dienstplan zwei Wochen vorher aus und lies, was in Deutschland gilt, wenn du Personal früher nach Hause schickst.

Mach in den Stunden zu, die Geld verlieren

Hol dir aus deinem Kassensystem oder vom Bestellterminal die Umsätze pro Stunde der letzten zwei Wochen, ohne Umsatzsteuer. Eine Stunde rechnet sich, wenn ihr Umsatz nach Ware und Gebühren den Lohn der Leute in der Schicht deckt. Hier nehmen Ware und Gebühren 35 % von jedem Verkauf, also behältst du 0,65 € von jedem Euro.

Zwei Leute zu 18 € kosten 36 € pro Stunde, und 36 € ÷ 0,65 sind 55 €. Jede Stunde, die mit zwei Leuten weniger als 55 € bringt, verliert Geld. Mit einer Person liegt die Grenze bei 28 €.

Sagen wir, montags kommen jetzt in 11 Stunden 500 € rein, und von 20 bis 22 Uhr sind es 90 € pro Abend. Beides sind etwa 45 € pro Stunde, also mach den Montag zum Ruhetag und schließ jeden Abend um 20 Uhr. Im Beispiel fehlen dadurch nur etwa 500 € Umsatz pro Woche, weil ein Teil dieser Gäste an einem anderen Tag kommt. Ändere deine Öffnungszeiten noch am selben Tag bei Google, sonst stehen Gäste aus dem Ort vor einer verschlossenen Tür.

Mach weniger Essen, nicht billigeres Essen

Dein selbst gewolftes Rindfleisch, deine handgeschnittenen Pommes und deine eigenen Soßen sind der Grund, warum Gäste dir fünf Sterne geben. Behalte sie und mach stattdessen weniger davon. Wer im Oktober nach der Vorbereitungsliste aus dem Sommer arbeitet, wirft am Abend Essen weg.

Leg für jedes Produkt einen Sollbestand fest, also die Menge, die du bis zur nächsten Vorbereitung brauchst. Verkaufst du donnerstags jetzt 60 Burger, mach Hackfleisch für 66 Burger und nicht für 130 wie im Juli.

Auch 2026 gilt in Deutschland: Selbst gewolftes Hackfleisch lagert bei höchstens 2 °C und wird in der Regel am Tag der Herstellung verbraucht. Bei 12 € pro Kilo kosten dich 5 kg im Müll an jedem Tag 360 € pro Woche, bei sechs offenen Tagen.

Zieh Zwiebelringe an Tagen, an denen du weniger als 10 verkaufst, erst bei der Bestellung durch den Teig. Mach Soßen in Mengen, die zwei Tage reichen, nicht fünf. Für Soßen mit rohem Ei gelten strengere Regeln. Was 2026 genau für dein Hackfleisch und deine Soßen gilt, sagt dir die Lebensmittelüberwachung deines Landkreises.

Sprich mit deinem Vermieter, bevor die Miete fällig ist

Ruf deinen Vermieter an, bevor du mit der Miete zu spät bist, nicht danach. Bring deine Umsätze aus dem Sommer und aus dem Oktober mit, dazu einen schriftlichen Plan. Zum Beispiel zahlst du von November bis April 60 % der Miete und den Rest im Juni, Juli und August nach. Das nennt man Stundung: Du zahlst später, aber nicht weniger.

Im Beispiel bleiben so im Winter jeden Monat 2.400 € auf dem Konto. Die 14.400 € zahlst du im nächsten Sommer mit 4.800 € extra pro Monat zurück, und der Gewinn aus dem Sommer deckt das. Ein leerer Laden bringt dem Vermieter gar nichts, deshalb sagt er zu einem Plan mit Zahlen eher Ja als zu einer verspäteten Zahlung.

Stopf die Lücke nicht mit einer umsatzbasierten Finanzierung. Dabei bekommst du jetzt Geld, und der Anbieter nimmt einen Teil von jeder Kartenzahlung, bis alles zurückgezahlt ist. Das kostet meist viel mehr als ein Kredit von der Bank. Lies, warum solche Finanzierungen in die Schuldenfalle führen, bevor du unterschreibst.

So bekommst du mehr Gäste in der Nebensaison

In der Nebensaison wohnen, arbeiten oder lernen deine Gäste nur wenige Kilometer von dir entfernt. Jede Idee unten gibt ihnen einen Grund, jede Woche wiederzukommen. Jede kostet wenig, und an der Kasse siehst du, was sie bringt.

Bring Flyer mit Gratis-Pommes in Betriebe in der Nähe

Schreib alle Betriebe bis 10 Minuten Fahrt auf, die das ganze Jahr offen haben: das Krankenhaus, Schulen, die Rettungswache, Büros, Autohäuser, Fitnessstudios und Hotels. Die Leute dort essen jeden Werktag zu Mittag, im Sommer wie im Winter.

Lass 500 kleine Flyer im Format A6 drucken, mit einem einzigen Angebot: Gratis-Pommes zu jedem Burger, bis zum 30. November. Schreib auf die Flyer jedes Betriebs einen anderen Buchstaben, K für das Krankenhaus und R für die Rettungswache, dann siehst du, welche wirken. Verteil sie persönlich zwischen 10 und 11:30 Uhr. Bring beim ersten Besuch ein Tablett mit 10 Mini-Burgern für den Pausenraum mit, sie kosten dich etwa 13 €.

Kosten 500 Flyer 50 € im Druck und kommen 20 davon zurück, kosten die Gratis-Pommes 20 × 0,80 € = 16 €. Das sind zusammen 66 €, also 3,30 € pro neuem Gast, und jeder kauft dazu einen Burger für 14,90 €. Kommen fünf der 20 danach bis Mai einmal pro Woche, sind das 5 × 20 € × 26 Wochen = 2.600 € Umsatz.

Gib die Flyer Menschen in die Hand und leg sie nie hinter die Scheibenwischer parkender Autos (siehe die Regeln für Deutschland unten).

Gib Stammgästen eine Stempelkarte

Eine Stempelkarte ist das billigste Treueprogramm, das es gibt, und sie belohnt Stammgäste, also Gäste, die oft kommen. Gib für jedes Essen einen Stempel, und der zehnte Burger ist gratis. Der Gratis-Burger kostet dich 4,20 € an Zutaten, nach neun bezahlten Essen zu etwa 20 €. Das sind etwa 2 % von dem, was der Gast ausgegeben hat.

Lass Gäste auf der Stempelkarte ihren Geburtsmonat eintragen und gib in diesem Monat Gratis-Pommes aus. Die Pommes kosten dich 0,80 €, und die Freunde, die mitkommen, zahlen den vollen Preis.

Hat dein Kassensystem stattdessen Punkte, gib für je 100 €, die ein Gast ausgibt, 5 € zurück. Das kostet 5 % von dem, was Mitglieder ausgeben, also rechne es in den Preis ein: 0,75 € mehr auf einen Burger für 14,90 € decken das.

Gib im Dezember zu jeder Bestellung ein Rubbellos aus, also eine Karte, auf der Gäste freirubbeln, ob sie gewonnen haben. Jedes dritte Los gewinnt: Gratis-Pommes, ein Gratis-Getränk oder ein Gutschein über 10 €. Die Gäste kommen wieder, um den Gewinn einzulösen. Ein Gewinnspiel braucht aber klare Regeln für die Teilnahme, lies also vorher die Regeln für Deutschland unten.

Mach einen Spendenabend mit einer Schule aus dem Ort

Bei einem Spendenabend gibst du einen Teil vom Umsatz eines Abends an eine Schule oder an die Jugendmannschaft eines Sportvereins. Bei Schulen läuft das meist über den Förderverein, also den Verein, der Geld für die Schule sammelt. Er schickt deine Einladung an alle Eltern, und Familien, die noch nie bei dir gegessen haben, kommen vorbei. In den USA gibt die Kette Chipotle 2026 bei solchen Abenden 25 % vom Umsatz ab, für einen kleinen Laden reichen 20 %.

Nimm einen Dienstag oder Mittwoch, deine ruhigsten Abende. Zähl nur den Umsatz von Gästen, die den Flyer zeigen oder die Schule nennen. Leg vorher einen Mindestumsatz fest, ab dem du zahlst, zum Beispiel 500 € aus diesem Umsatz. Frag beim Förderverein, bei der Elternvertretung oder beim Trainer der Mannschaft an.

Sagen wir, 60 Familien kommen und bringen je 35 € Umsatz, das sind 2.100 €. Du gibst 20 % ab, also 420 €, und Ware und Gebühren nehmen 735 €. Eine Person mehr für vier Stunden kostet 72 €, also behältst du 873 € an einem Tag, der sonst 1.250 € Umsatz bringt.

Mach Schülern ein Angebot nach der Schule

Liegt eine Schule nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt, gehört dir die Zeit von 15 bis 17 Uhr an Schultagen. Biete Schülern mit Schülerausweis ein Menü an: ein einfacher Burger, kleine Pommes und ein Getränk für 8,90 €.

Das Menü kostet dich etwa 3,50 € für Ware und Verpackung. Nach Umsatzsteuer und Kartengebühren behältst du etwa 4,50 €, in Stunden, in denen dein Personal sowieso da ist. Zwanzig Menüs am Tag von Dienstag bis Freitag bringen dir so etwa 360 € pro Woche. Biete das Menü nicht mittags und abends an, damit Gäste, die den vollen Preis zahlen, nicht dazu wechseln.

Pack in jedes Angebot ein Getränk. Ein Softdrink vom Zapfhahn für 3 € kostet dich etwa 0,45 €, mit Becher.

Halte Google und Facebook aktuell

Sucht jemand aus dem Ort einen Burger in der Nähe, zeigt Google Maps deine Öffnungszeiten, deine Speisekarte, Fotos und Bewertungen. Halte alle vier aktuell und schreib für jede Aktion einen Beitrag in dein Google-Unternehmensprofil, zum Beispiel für den Spendenabend. Fast fünf Sterne verkaufen besser, wenn viele Bewertungen dahinterstehen, also bitte jeden zufriedenen Stammgast um eine. Hier steht, wie du mehr Google-Bewertungen bekommst.

Mach auf Facebook jeden Monat eine Verlosung von einem Gutschein. Schreib unter jeden Post mit deinem Tagesangebot: "Schreib deinen Lieblingsburger in die Kommentare und mach mit bei der Verlosung eines Gutscheins über 25 €." Zieh am letzten Tag des Monats per Zufall einen Gewinner und poste seinen Vornamen, wenn er zustimmt. Der Gewinn kostet dich etwa 7 € an Ware, und die Kommentare zeigen den Post mehr Leuten.

Verlang nicht, dass Leute den Post teilen oder Freunde markieren. Den Grund findest du unten bei den Regeln für Deutschland.

Hör auf mit 2-für-1-Aktionen und bezahlten Rabatten in Lieferapps

Eine 2-für-1-Aktion schenkt jedem, der sie nutzt, einen Burger für 14,90 €, auch Stammgästen, die sonst voll bezahlt hätten. Die Aktion verlangt nichts zurück und bringt den Gästen bei, auf die nächste Aktion zu warten. Die Angebote oben belohnen erst nach einem Besuch, oder sie kosten dich Ware statt verlorenem Umsatz.

AngebotWas es dich kostetWer es bekommt
2-für-1-Burger4,20 € Ware, oder knapp 14 € Umsatz, wenn ein Stammgast sonst bezahlt hätteAlle, bei jedem Besuch
Flyer mit Gratis-Pommes3,30 € pro neuem Gast, mit DruckNeue Gäste, einmal
Stempelkarte4,20 € Ware nach 180 € bezahlten EssenStammgäste, nach neun Besuchen
Spendenabend420 € bei 2.100 € neuem UmsatzFamilien, die noch nie da waren
Gutschein-VerlosungEtwa 7 € WareEin Gast pro Monat

Bezahlte Rabatte in Lieferapps kosten dich doppelt. In den USA behält Uber Eats laut Restaurant Dive vom März 2026 im Plus-Tarif 25 % jeder Bestellung. Zahlt der Gast für die Mitgliedschaft Uber One, sind es 30 %.

Wie viel Lieferando, Wolt oder Uber Eats bei dir nehmen, steht in deinem Vertrag. Bei 30 % sind von einer Bestellung über 25 € schon 7,50 € weg, bevor das Essen bezahlt ist. Ein bezahlter Rabatt wie "5 € sparen" kommt noch dazu.

Stopp bezahlte Rabatte bis zum Frühjahr, aber bleib in der App für Gäste aus dem Ort, die nach Hause bestellen. Wie du dort richtig rechnest, zeigt die echte Rechnung hinter der Provision.

Mach eine Happy Hour nur in Stunden, die weniger als 55 € bringen, wenn dein Personal sonst nur herumstehen würde. Bestellterminals helfen den Gästen im Laden, mehr zu bestellen, aber sie bringen niemand Neues durch die Tür. Heb dir Foodblogger für das Frühjahr auf, wenn ihre Posts Leute erreichen, die gerade ihren Urlaub an der Ostsee planen.

Solltest du neue Gerichte auf die Speisekarte nehmen

Keine weiteren Burger mit Rindfleisch. Sechs Burger, drei Beilagen und eigene Soßen sind für einen Burgerladen eine gute Größe: weniger Ware im Lager, weniger Abfall und kurze Wartezeiten. Eine längere Speisekarte bringt in der Nebensaison nicht mehr Gäste, nur mehr Essen für den Müll.

Nimm höchstens ein neues Gericht dazu, und nur, wenn es Gäste bringt, die du jetzt nicht hast. Ein Burger mit knusprig frittiertem Hähnchen ist die beste Wahl. Er nutzt deine Fritteuse, deine Brötchen und deine Soßen, und er ist für Gäste, die kein Rindfleisch essen. Laut dem Bureau of Labor Statistics kostete Hähnchenbrust ohne Knochen in den USA im August 2026 umgerechnet 9,19 Dollar pro Kilo, Rinderhack 15,26 Dollar.

Gib ihm einen Preis wie deinen Burgern und teste ihn sechs Wochen lang. Behalte ihn, wenn du mindestens einen pro zehn Burger verkaufst. Wenn nicht, lies, was du mit Gerichten machst, die sich kaum verkaufen, bevor du ihn streichst.

Was in Deutschland für Flyer und Gewinnspiele gilt (2026)

Viele Städte erlauben keine Flyer hinter den Scheibenwischern parkender Autos. Wer auf dem Gehweg Flyer verteilt, braucht oft eine Sondernutzungserlaubnis, also eine Erlaubnis der Stadt für Werbung auf der Straße. Frag vor dem Druck beim Ordnungsamt deiner Gemeinde nach. In Betrieben fragst du am Empfang um Erlaubnis, die Flyer dazulassen.

Werbung an Schulen regelt jedes Bundesland selbst, meist sehr streng. Lass deshalb den Förderverein die Eltern einladen und sprich vorher mit der Schulleitung.

In Deutschland darf ein Gewinnspiel mit einem Kauf verbunden sein, wie das Rubbellos zu jeder Bestellung. Das gilt, solange die Preise dafür nicht steigen. Zahlen Gäste extra, um mitzuspielen, ist es Glücksspiel, und das ist ohne Erlaubnis verboten.

Schreib für jedes Gewinnspiel kurze Teilnahmebedingungen, also die Regeln zum Mitmachen: wer mitmachen darf, das Enddatum, der Preis und wie du den Gewinner ziehst. Häng sie an der Kasse aus und verlinke sie im Facebook-Post. Fehlen sie, droht eine Abmahnung, also ein teurer Brief, zum Beispiel vom Anwalt eines Konkurrenten. Solange niemand für die Teilnahme bezahlt, musst du das Gewinnspiel bei keiner Behörde anmelden.

Die Regeln von Meta für Gewinnspiele auf Facebook-Seiten sagen: Eine Aktion darf Teilen, erneutes Posten oder das Markieren anderer weder verlangen noch belohnen. Deshalb fragt die Verlosung oben nach einem Kommentar. Meta verlangt außerdem einen Satz in den Bedingungen, dass Facebook mit dem Gewinnspiel nichts zu tun hat.

Poste den Namen des Gewinners nur, wenn er zustimmt, dann bist du beim Datenschutz (DSGVO) auf der sicheren Seite. Regeln ändern sich, frag also bei deiner IHK oder einem Anwalt nach, bevor du ein großes Gewinnspiel startest.

Spar im nächsten Sommer für den Winter danach

Im Beispiel bringt eine Sommerwoche 5.015 €, also bringen 12 Sommerwochen etwa 60.000 €. Von diesem Geld muss der Laden neun ruhige Monate leben.

Überweis im nächsten Sommer jeden Montag 2.000 € auf ein eigenes Sparkonto. Zwölf Wochen davon sind 24.000 €, also vier Monatsmieten.

Stell Sommerpersonal als Saisonkräfte mit einem befristeten Vertrag ein, also einem Vertrag mit Enddatum, dann ist das Ende im September geplant. Das Enddatum gilt nur, wenn ihr den Vertrag vor dem ersten Arbeitstag auf Papier unterschrieben habt, sonst läuft er ohne Ende weiter. Steht ein neuer Mietvertrag an, schreib die Saisonmiete hinein, bevor du unterschreibst: weniger Miete im Winter, mehr im Sommer.

Mach das diese Woche

  1. Hol dir die Umsätze pro Stunde der letzten zwei Wochen und mach jede Stunde zu, die mit zwei Leuten weniger als 55 € bringt.
  2. Senk die bezahlten Personalstunden auf etwa 30 % vom Umsatz: 125 Stunden bei 7.500 € pro Woche.
  3. Ruf deinen Vermieter an, bevor die Miete fällig ist, und bring einen schriftlichen Plan für die Nebensaison mit.
  4. Lass 500 Flyer mit Gratis-Pommes drucken, mit einem Buchstaben für jeden Betrieb, und verteil sie in 10 Betrieben.
  5. Plane einen Spendenabend mit einer Schule oder einem Verein an einem Dienstag im November.